AfD-Veranstaltung: Ulfkotte in der Defensive


Körperverletzung oder nicht? Redner Ulfkotte rangelt am Freitag mit dem 15-jährigen Juso-Mitglied. Foto: Privat
Der Rechtspopulist Udo Ulfkotte bestreitet die Vorwürfe der Körperverletzung und der Nötigung bei einer AfD-Veranstaltung in Dietzenbach. Dort waren auch NPD-Mitglieder anwesend


Von Fabian Scheuermann und Annette Schlegl|Frankfurter Rundschau

Der Rechtspopulist Udo Ulfkotte hat sich am Montag auf Facebook von den Vorwürfen distanziert, am Freitagabend bei einer Veranstaltung der AfD in Dietzenbach einen 15-jährigen Jungsozialisten (Juso) angegriffen und diesem in der Folge im Internet gedroht zu haben. Zugleich schloss Ulfkotte eine weitere Zusammenarbeit mit der AfD aus, da die Partei offensichtlich nicht in der Lage sei, „die Sicherheit von Teilnehmern“ seiner Veranstaltungen zu gewährleisten.

Der 15-Jährige hatte Anzeige gegen Ulfkotte wegen Körperverletzung erstattet, woraufhin dieser auf Facebook geschrieben hatte: „Einfach geil, wenn er mich angezeigt hat, dann habe ich seine Adresse.“ In seiner Stellungnahme ruderte Ulfkotte nun zurück. Er habe sich lediglich darauf gefreut, im Laufe eines Strafverfahrens an die Adresse des 15-Jährigen zu kommen, um den „Störer“ von künftigen Veranstaltungen ausschließen zu können. Zum Vorwurf der Körperverletzung schrieb Ulfkotte: „Mein Körperkontakt mit ihm dauerte weniger als eine Sekunde.“

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