„Armee der Eroberer“ nimmt auch Europa ins Visier


Bild: nationalreview.com
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Radikale Islamistengruppen kämpfen vereint gegen Syriens Präsidenten und erobern die strategisch wichtige Stadt Idlib. Das ist nur eine Zwischenstation – dann wollen sie Istanbul und Rom erobern.


Von Alfred Hackensberger|DIE WELT

Mit dem Vorschlaghammer werden zuerst die Nase und dann die Augen zerstört. Wie wild hämmert ein Mann auf das Gesicht einer überlebensgroßen Statue von Hafis al-Assad ein. Nichts soll mehr an den ehemaligen Diktator Syriens und Vater des jetzigen Präsidenten Baschar al-Assad erinnern. Alle Spuren des Regimes sollen komplett ausgelöscht werden. Es sind symbolträchtige Szenen wie diese, die sich derzeit in Idlib abspielen.

Ein Großteil der Provinzhauptstadt im Nordwesten des Landes wurde am Wochenende von radikal-islamistischen Rebellengruppen unter der Führung der Nusra-Front erobert. Es gab endlose Freudensalven, Kämpfer beteten auf den Straßen. Zwar hatten die Extremisten zuvor bereits die ländlichen Gebiete rund um Idlib unter ihre Kontrolle gebracht, waren aber seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs vor vier Jahren nie bis in das Stadtzentrum vorgedrungen.

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