Heidegger Antisemitismus: Es denkt ja keiner mehr


Martin Heidegger (1889-1976). Foto: dpa
Fortgesetztes Streiten, und jetzt steht offenbar eine neue Runde bevor: Ist die Philosophie Heideggers noch zu retten?


Von Dirk Pilz|Frankfurter Rundschau

Und noch einmal 500 Seiten Heidegger. Band 97 der Gesamtausgabe, „Anmerkungen I – V (Schwarze Hefte 1942 – 1948)“. Sehr viel über das „Geschwätz“ allerorten und die „heute Stil gewordene Angst vor dem Denken“, über die „machenschaftliche“ Technik, über die Demokratie („Deckname für den planetarischen Schwindel“) – und über den Nationalsozialismus. Das ist nicht überraschend.

Vor einem Jahr erschienen die ersten drei Bände dieser „Schwarzen Hefte“, benannt nach der Farbe des Einbandes: Notizen Heideggers in schwarzen Kladden. Die Gesamtausgabe ist keine historisch-kritische, keine, die Streichungen, Ergänzungen und Änderungen dokumentiert, sondern eine „Ausgabe letzte Hand“. Sie wurde noch vor Heideggers Tod 1976 begonnen, und er wollte gern, dass diese „Schwarzen Hefte“ die Gesamtausgabe abschließen. Sie waren ihm besonders wichtig, um 1970 hat er sie noch einmal genau durchgesehen.

weiterlesen

Ein Gedanke zu “Heidegger Antisemitismus: Es denkt ja keiner mehr

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.