Worauf Mitarbeiter der US-Flugsicherheit achten


TSA-Mitarbeiter beim Gepäckscannen. Foto: TSA
The Intercept hat eine geleakte Liste mit Kriterien veröffentlicht, nach denen Mitarbeiter der US-Luftsicherheitsbehörde TSA entscheiden sollen, welche der wartenden Passagiere sie für eine intensivere Durchsuchung und Überprüfung herauswinken sollen und welche nicht.


Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Die Kriterien sind mit Punkten versehen, durch deren Addition und Subtraktion TSA-Angestellte errechnen können, wer auf der Herauswinkliste wie weit oben steht. Einen Punkt bringt es zum Beispiel, wenn der Passagier ein auffällig blasses Gesicht hat, das aus einem unlängst abrasierten Salafistenbart resultieren könnte. Auch Schweißgeruch zählt – wegen der verstärkten Transpiration bei Stress – zu den Eigenschaften, die die Chancen auf eine intensive TSA-Überprüfung um einen Punkt erhöhen. Zuspätkommen oder das Vermeiden von Augenkontakt können dem Passagier ebenfalls einen Punkt einbringen.

Wenn der Fluggast keines dieser Stresssymptome zeigt, sondern dem TSA-Mitarbeiter grimmig ins Gesicht blickt, erhöht sich das Verdachtskonto nicht nur um einen, sondern gleich um zwei Punkte. Die erhält auch jemand, der „arrogant“ wirkt, zögert, bevor er sich in die Kontrollschlange einreiht, oder seine Tasche besonders fest hält. Noch verdächtiger (drei Punkte) macht er sich, wenn er dem Kontrollpersonal Fragen zu den Kontrollen stellt, „verwirrt“ wirkt oder „verkleidet“ beziehungsweise „vermummt“ aussieht.

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