CDU-Landtagsabgeordneter: Salafisten planen eigenen Staat

Salafisten in Deutschland (Bild: DW)
Salafisten in Deutschland (Bild: DW)
Hessischer CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi: „Es gibt bereits jetzt immer wieder Hinweise, dass die Salafisten versuchen im Untergrund einen eigenen Staat in unserem Staat zu gründen“ – Es fehlt an effektiven Gegenmaßnahmen


kath.net

Die Gefahren, die von radikalen Salafisten ausgehen, sind inzwischen hinlänglich bekannt. Dennoch fehlt es in Deutschland auch weiterhin an effektiven Maßnahmen, um diesen Extremisten den Nährboden für ihre Hasspredigen und Umsturzaufrufe zu entziehen. Darauf wies der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi diese Woche in Wiesbaden hin.

Der ungebremste Anstieg der salafistischen Szene führe dazu, dass die Netzwerke der Salafisten immer schwerer zu überwachen seien. „Es gibt bereits jetzt immer wieder Hinweise, dass die Salafisten versuchen im Untergrund einen eigenen Staat in unserem Staat zu gründen. Besonders in dem Aufruf „DAWA-Zentren“ in ganz Deutschland zu gründen, sehe ich das Bestreben, eigene Parallelstrukturen aufzubauen und zu verfestigen“, warnte Ismail Tipi. Hinzu komme, dass die Salafisten immer wieder kleine Geschäfte eröffneten aus deren Hinterzimmern sie sich untereinander mit Geld, Reisedokumenten und anderen Dingen gegenseitig versorgten. „Diese Extremisten nutzen jede Gelegenheit, die wir ihnen bieten, um unseren Staat zu untergraben. Gerade bei Jugendlichen haben sie noch immer zu leichtes Spiel.“

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Oberstes US-Gericht befasst sich mit Giftcocktail bei Hinrichtungen

3c94d-hinrichtung-todesstrafe-todesspritzeDas Oberste US-Gericht hat sich am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mit der Zulässigkeit potenziell schmerzhafter Hinrichtungsmethoden befasst.


evangelisch.de

Die neun Richter prüften den Antrag dreier Todeshäftlinge aus dem Bundesstaat Oklahoma auf Verbot der dortigen Hinrichtungsprozedur. Wegen des hohen Risikos für die Todeskandidaten, große Schmerzen zu leiden, sei Oklahomas Methode grausam und verfassungswidrig, hieß es in der Eingabe der drei wegen Mordes verurteilten Männer. Eine Entscheidung wird im Juni erwartet.

Mehrere Richter hätten wenig Geduld gehabt mit diesen Vorhaltungen, berichtete der Justiz-Fachdienst scotusblog.com. Richter Samuel Alito beschwerte sich demnach, Todesstrafengegner führten einen „Guerillakrieg“ gegen die Todesstrafe, indem sie Hinrichtungsmethoden juristisch infrage stellten. Die Vollzugsbehörde von Oklahoma verabreicht drei Chemikalien. Die zuerst gespritzte, das Betäubungsmittel Midazolam, soll den Todeskandidaten in ein tiefes Koma versetzen.

Cicero-Umfrage: Kaum ein Deutscher wünscht sich Papst Benedikt XVI. zurück

Ratzinger

62 Prozent zweifeln an Durchsetzungskraft von Franziskus


Cicero

Nur 13 Prozent der Bundesbürger hätten als Papst lieber wieder Benedikt XVI. anstelle von Franziskus. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins Cicero (Maiausgabe). 68 Prozent finden es gut, dass Franziskus das Amt bekleidet. 19 Prozent haben keine Meinung.

Unter den Katholiken sehen sogar 72 Prozent den Argentinier Jorge Mario Bergoglio gern als Kirchenoberhaupt. Nur 12 Prozent wünschen sich den deutschen Papst zurück. Eine klare Mehrheit der Deutschen (59 Prozent) ist davon überzeugt, dass Franziskus seine Kirche wirklich reformieren will. Nur 32 Prozent zweifeln am Veränderungswillen des Papstes. Allerdings erwarten 62 Prozent, dass er keine Reformen durchsetzen kann. Lediglich 31 Prozent sehen ihn in der Lage, die katholische Kirche zu modernisieren.

Das Institut Forsa befragte im Auftrag von Cicero 1001 Menschen im Erhebungszeitraum 13. und 14. April. Noch mehr Daten enthält die neue Ausgabe des Magazins mit dem Titel „Der Kampf um Rom – Wie Papst Franziskus mit seinen Feinden im Vatikan ringt“.

„Eine Ohrfeige hat noch nie geschadet“

Bild: WAZ
Bild: WAZ
Kinder zur Bestrafung zu schlagen, wurde in Deutschland vor 15 Jahren gesetzlich verboten. Dennoch werden Kinder weiterhin auch körperlich gezüchtigt. 48 Prozent der Bundesbürger halten eine Ohrfeige für zulässig.


FOCUS ONLINE

  • Mehr als zwei Drittel der Eltern in Deutschland führen Schläge auf gelegentliche Hilflosigkeit und Stress zurück.
  • Der Deutsche Kinderschutzbund fordert am Tag für gewaltfreie Erziehung, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.

Kinder in Deutschland haben seit 15 Jahren ein gesetzlich verankertes Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig. Darauf macht Kinderschutzbund am Tag für gewaltfreie Erziehung am 30. April aufmerksam. Die Organisation zur Beendigung körperlicher Gewalt gegen Kinder EPOCH (End Physical Punishment of Children) initiierte den Tag 1998 in den USA.

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Konfirmation, Jugendweihe oder Segensfeier?

Bild. kartenwerkstatt
Während die Konfirmation im Westen Deutschlands bei evangelischen Jugendlichen nach wie vor beliebt ist, kann sie sich in den östlichen Bundesländern kaum durchsetzen. Hier sucht die Kirche nach neuen Formen, um den Übergang zum Erwachsenwerden religiös zu begleiten. Eine Form ist die „Segensfeier“ oder auch „Feier zur Lebenswende“.


Von Karin Vorländer|evangelisch.de

Trotz Gemeindeferne und „Gottesdienstabstinenz“ vieler evangelischer Kirchenmitglieder ist das Interesse an der Konfirmation stabil. Laut einer Studie der EKD aus dem Jahr 2009 (neuere Zahlen gibt es zurzeit nicht, d.Red.) lassen sich bundesweit mehr als 90 Prozent der evangelischen Jugendlichen im Alter von etwa 14 Jahren konfirmieren. Mit jährlich rund 250.000 teilnehmenden Jugendlichen ist das etwa ein Drittel aller Jugendlichen eines Jahrgangs. Ab der Konfirmation können die Jugendlichen Taufpaten werden, mit vollendetem 14. Lebensjahr das aktive Wahlrecht in der Kirche ausüben und spätestens jetzt sind sie in ihrer Gemeinde zum Abendmahl zugelassen.

In den östlichen Bundesländern allerdings nehmen nur etwa 14 Prozent der Jugendlichen an der Konfirmation teil. Gerade einmal 4.000 Jugendliche werden in diesem Jahr in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zwischen Palmsonntag und Pfingstsonntag konfirmiert. „Bei uns haben die meisten Menschen schon in der dritten Generation keinen Kontakt zur Kirche. Nur noch 13-25 Prozent aller Kinder sind überhaupt noch getauft“, erklärt Stefan Brüne, Referent für schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit der EKM.

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Baptistin für ‚Entmythologisierung‘ der Reformation

ekd_reformation_magazin300Andrea Strübind kritisiert „Pathos der Freiheit“ – Auch die Reformation kenne Intoleranz und Unfreiheit, was sich etwa an der Verfolgung der Täufer zeige. Auch sei sie nicht ohne ein Feindbild der Papstkirche ausgekommen.


kath.net

Die baptistische Kirchenhistorikerin Prof. Andrea Strübind (Osnabrück) wendet sich gegen einen „Pathos der Freiheit“ im Zusammenhang mit dem 500-jährigen Reformationsjubiläum, das 2017 begangen wird. Auch die Geschichte der Reformation kenne Intoleranz und Unfreiheit, was sich etwa an der Verfolgung der Täufer zeige. Dazu zählen zum Beispiel Mennoniten und Baptisten. Strübind sprach auf einer Tagung des Deutschen Ökumenischen Studienausschusses (DÖSTA) der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland. Daran nahmen vom 23. bis 25. April in München rund 180 evangelische, katholische, freikirchliche und orthodoxe Referenten und Gäste teil. Laut einer Pressemitteilung führte Strübind weiter aus, die Reformation sei nicht ohne ein Feindbild der Papstkirche ausgekommen. Wer Freiheit als Motiv der Reformation verwende, müsse sich dieser Sicht bewusst sein. Die Baptistin plädierte daher für eine „fruchtbare Entmythologisierung“ der Reformationsbewegung.

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Selbst-Zensur: Türkische Medien sind zahnlose Tiger

Zahlreich aber unfrei und kontrolliert: Türkische Medien. (Foto: Flickr/Reading A Newspaper By A Wall by Garry Knight (CC BY 2.0))
In der Türkei werden immer wieder Journalisten unter Druck gesetzt. Das Land ist von einer freien Berichterstattung weit entfernt. Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) prangert die Selbstzensur an, die in vielen Redaktionen in der Türkei herrsche.


Deutsch Türkische Nachrichten

Die Kontrolle des Staates über die in der Türkei verbreiteten Nachrichten nimmt wohl stetig zu. Grund dafür sind die Besitzverhältnisse in der türkischen Medienlandschaft. Nahezu alle Zeitungshäuser gehören einer kleinen Hand von Leuten oder sind wie im Falle des Fernsehens staatlich, heißt es in einem neuen Bericht des CPJ. So nehme die Selbstzensur auf dem türkischen Medienmarkt stetig zu. Gedroht werde den Journalisten mit Rausschmiss. Das kommt auf dem türkischen Medienmarkt einem Berufsverbot gleich, da eine Anstellung bei anderen Häusern unwahrscheinlich ist. So sei es gängige Praxis, kritische Berichte schon vor der Veröffentlichung auszusortieren oder erst gar nicht zu verfassen.

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Organspende: Bundesärztekammer verschärft Regeln zur Hirntod-Feststellung

Flatline, Bild: kimberleebourdon
  • Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Verschärfung der Regeln zur Feststellung des Hirntods genehmigt.
  • In Zukunft muss zwingend einer der beiden Mediziner, die den Hirntod vor einer Organentnahme feststellen, Facharzt für Neurologie oder Neurochirurgie sein.
  • Kritiker bemängeln, die neuen Regeln gäben Ärzten und Krankenhäusern weiterhin zu viel Spielraum bei der Einhaltung von Standards. Sie fordern nachweisbare Zusatzqualifikationen für die diagnostizierenden Ärzte.


Christina Berndt|Süddeutsche.de

Die Regeln für die Feststellung des Hirntods werden strenger. Das Bundesgesundheitsministerium hat das vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer (BÄK) erarbeitete neue Regelwerk für die Diagnose des Hirntods vor Kurzem genehmigt. Die neue Richtlinie, die der SZ bereits vorliegt, muss nun nur noch im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht werden, um Gültigkeit zu erhalten.

Mit dieser Neufassung werden die Anforderungen an Ärzte, die den Hirntod feststellen dürfen, erheblich strenger. Einer der zwei Ärzte, die dafür erforderlich sind, muss künftig ein Facharzt für Neurologie oder Neurochirurgie sein. Die alte Richtlinie aus dem Jahr 1997 hatte lediglich „eine mehrjährige Erfahrung in der Intensivbehandlung von Patienten mit schweren Hirnschädigungen“ verlangt.

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Rat für Migration erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundesinnenministerium

Das Bundesinnenministerium © Energiequant auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Der Rat für Migration wirft dem Bundesinnenministerium vor, Vorschläge anderer Mitgliedsstaaten zur Schaffung von Fluchtwegen in die EU, ausgebremst zu haben. Das 10-Punkte-Programm nach der Flüchtlingskatastrophe sei ein Dokument der Hilflosigkeit.


MiGAZIN

Der Rat für Migration hat die Abschaffung des umstrittenen Dublin-Systems zur Verteilung von Flüchtlingen in der EU gefordert. Das Abkommen der Mitgliedsstaaten sei nach Erkenntnissen der Migrationsforschung gescheitert, kritisierte Ratsmitglied und Politikwissenschaftler Dietrich Thränhardt am Mittwoch in Berlin. Das System habe seinen Zweck nie erfüllt, Flüchtlinge in dem EU-Land festzuhalten, welches sie zuerst betreten haben. Hier sei ein europäischer Lastenausgleich notwendig, sagte der Forscher.

Mit Blick auf bis zu 200.000 zu erwartende Mittelmeerflüchtlinge im Sommer forderte der Rat eine Fokussierung auf die Seenotrettung. Migrationsforscher Vassilis Tsianos verlangte ein humanitäres Moratorium, das mit der Logik des Grenzschutzes breche und Fluchthilfe zur Priorität mache. Europa brauche eine Kultur des Willkommens im Mittelmeer- und im Schengenraum, sagte Tsianos.

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Wieso gilt Sexualität oft als Sünde?

Bild. Frankfurter Rundschau
Besonders im Christentum wurde der Leib als triebhaft, unvernünftig und anfällig für die Sünde betrachtet. Religiöse Sexualmoral bloß milde zu belächeln, ist allerdings gefährlich.


Von Markus Tiedemann|Frankfurter Rundschau

Lieber Fanatiker!

Hast Du Dich schon mal gefragt, warum viele Religionen so strenge Regeln für die Sexualität haben? Nun, das hat viel mit der Geschichte vom Sündenfall und einer Trennung zwischen Körper und Geist zu tun.

Besonders im Christentum gilt der Geist, die Seele als Ort des Glaubens. Er ist der wertvolle Teil des Menschen, der in Kontakt mit Gott treten kann. Der Leib hingegen wird als triebhaft, unvernünftig und anfällig für die Sünde beschrieben. Aus diesem Grunde hält man klare Verhaltensregeln für notwendig. Diese betreffen auch die Sexualität.

Christliche Kirchenväter wie Paulus und Augustinus waren hier besonders streng. Leidenschaftliche Sexualität bedeutet ja einen gewissen Kontrollverlust der Vernunft. Deshalb sahen Paulus und Augustinus darin eine Herrschaft des Leibes über den Körper, ja sogar ein Werk des Teufels. (Im Zeitalter der Hexenverfolgung glaubte man daran, dass der Teufel bevorzugt den Geschlechtsakt nutzte, um von der Seele eines Menschen Besitz zu ergreifen: Teufelsbuhlschaft.)

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Limburger Bischofssitz sorgt für Verluste

Bild: tilly
Bild: tilly
Der Bau des umstrittenen Bischofssitzes von Limburg hat einen Schaden von mindestens 3,9 Millionen Euro verursacht.


evangelisch.de

Diese Summe habe der Bischöfliche Stuhl etwa wegen nachträglicher Umbauten abschreiben müssen, berichtete das Bistum am Mittwoch bei der Vorstellung der Jahresabschlüsse für 2012 und 2013. Demnach belastete das insgesamt 31,3 Millionen Euro teure Bauprojekt die Bilanz des Bischöflichen Stuhls: Der Haushalt 2013 weise ein Defizit von 1,4 Millionen Euro aus. Wegen des Finanzskandals um die Residenz und Kritik an seinem Führungsstil hatte Franz-Peter Tebartz-van Elst im März 2014 sein Amt als Bischof von Limburg verloren

„Du Ungläubiger“: Religiöse Beschimpfungen an einigen deutschen Schulen gang und gäbe

Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat eine gemeinsame Initiative verschiedener Glaubensgemeinschaften angestoßen, um religiöse Toleranz an Schulen zu verbessern. (Foto: Flickr/ DoDEA students learn the science behind the magic by U.S. Army Corps of Engineers Europe District CC BY 2.0)
Religiöse Konflikte lassen auch Kinder und Jugendliche in den Schulen nicht kalt. Antisemitische Beleidigungen will Baden-Württembergs Kultusminister Stoch nicht länger hinnehmen. Ob eine Initiative verschiedener Glaubensgemeinschaften den Durchbruch bringt?


Deutsch Türkische Nachrichten

Ausdrücke wie «Du Jude», «Du Christ» und «Du Ungläubiger» werden heute als Schimpfwörter auf deutschen Schulhöfen gebraucht. Internationale Auseinandersetzungen spiegeln sich in Konflikten zwischen Schülern verschiedener Glaubensrichtungen wider. Der krasse Fall einer Neu-Ulmer Grundschule, in der die Polizei wegen islamistischer Parolen eingriff, ist aus Sicht des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, nur die Spitze des Eisbergs. Religiöse Differenzen seien nicht an allen 42 000 Schulen in Deutschland gang und gäbe. «Die Probleme haben wir, wo die Deutschen in der absoluten Minderheit sind», sagt Kraus.

Dass Handlungsbedarf besteht, zeigt eine Erklärung für ein friedvolles Miteinander an Schulen, die am Mittwoch Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch (SPD) sowie Vertreter der christlichen Kirchen, der Israelitischen Religionsgemeinschaft, des Zentrums für Islamische Theologie und der Alevitischen Gemeinde unterschreiben. Stoch versteht das als Signal an Schulen und Gesellschaft: «Wir wollen weltoffene Schulen, in denen Kinder mit unterschiedlichem Glauben friedlich zusammen leben und lernen können.»

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Apostel bittet Jesus-Keks Räuber um Rückgabe der Beute

Jesus-Keks
Jesus-Keks
Bischof von Bayonne: Der Diebstahl von kirchlichen Kultobjekten, Vandalismus in Kirchen und auf Friedhöfen im Land wachse ständig, doch „um wieviel mehr verletzt die Entweihung der konsekrierten Hostie, der Essenz unseres Glaubens, unser Herz!“


kath.net

Nach einem Diebstahl der Hl. Eucharistie Ende vergangener Woche wandte sich Bischof Marc Aillet von Bayonne an den oder die Täter und bat dringend um die Rückgabe der konsekrierten Hostien. Der Bischof, der sich derzeit in Rom aufhält, schrieb am Dienstag: „Im Namen unserer gesamten katholischen Gemeinschaft, besonders der Katholiken aus Hendaye, bitte ich den oder die Täter… die im gestohlenen Ziborium und in der Lunette liegenden Hostien so schnell wie möglich zurückzugeben.“ Der Diebstahl von kirchlichen Kultobjekten, Vandalismus in Kirchen und auf Friedhöfen im Land wachse ständig, stellte er ausdrücklich fest, doch „um wieviel mehr verletzt die Entweihung der konsekrierten Hostie, der Essenz unseres Glaubens, unser Herz!“

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Islamgelehrter al Tayyeb: Koran nicht veränderbar

Ahmad Mohammad al-Tayyeb, President of Al Azhar University Cairo, Bild: wikimedia.org/PD
Ahmad Mohammad al Tayyeb, einer der einflussreichsten Gelehrten des Islam, hat sich gegen Forderungen gewandt, den Koran zu modernisieren. „Der Koran ändert sich nicht. So wie ihr nicht fordert, dass sich die Bibel ändern muss, fordert bitte auch nicht, dass sich der Koran ändern muss“, sagte der Islamgelehrte der renommierten Al-Azhar-Universität Kairo in einem Interview mit dem Magazin Cicero (Mai-Ausgabe).


Cicero

„Was wir jetzt brauchen, ist eine Rückbesinnung auf den Koran. Und nicht eine Fehlinterpretation oder seinen Missbrauch für große politische Vorhaben.“

Der Ägypter al Tayyeb steht seit 2010 als Scheich der Al-Azhar-Universität vor und gilt als höchste Instanz im sunnitischen Islam. In Cicero wandte er sich gegen den „Islamischen Staat“. Seine Universität lehre die Studenten, dass der Islam nicht mittels Waffen verbreitet werden könne. „Sondern durch Argumente, Logik und Überzeugung.“ Der größte Beweis, dass der IS lüge, sei, dass er den Islam in islamischen Ländern verbreiten wolle: „Wer kommt auf so einen Blödsinn?“

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AKP greift zur Kopftuch-Keule

erdogan-sultanDie türkische Regierungs-Partei AKP hat einen Wahlwerbe-Spot veröffentlicht, in dem eine Kopftuch tragende Dame erzählt, wie sehr sie unter den Vorgänger-Regierungen unterdrückt wurde. Ihr sei es nicht gestattet gewesen, eine Hochschule zu besuchen und die Professoren hätten versucht, ihr eine andere Lebensweise aufzuzwingen. Doch diese Zeit sei nun vorbei, weil die AKP die Regierung stellt.


Deutsch Türkische Nachrichten

Die Regierungs-Partei AKP hat im Verlauf des Vorwahlkampfs ein Werbevideo veröffentlicht, worin sie ein weinendes junge Dame mit Kopftuch zeigt. Die Dame berichtet, dass es ihr unmöglich gewesen sei, vor der AKP-Ära mit ihrem Kopftuch die Universität zu besuchen, was den der Wahrheit entspricht. Sie sei in dunkle Hinterzimmer verschleppt worden, in denen ihr die Professoren das Tragen ihres Kopftuchs psychologisch austreiben wollten. Doch die AKP-Regierung habe diese Hindernisse aus dem Weg geräumt und sie sei nun glücklich, ihren Abschluss gemacht zu haben.

Tatsächlich hat die AKP die Hochschullandschaft in der Türkei liberalisiert. Doch sie nutzte das vergangene Jahrzehnt, um Posten an den Hochschulen und in weiteren öffentlichen Institutionen ganz gezielt mit ihren Gefolgsleuten zu besetzen. Viele türkische Bürger haben mittlerweile den Eindruck, dass die AKP eine geheime politisch-religiöse Agenda verfolgt, um sich auf unabsehbare Zeit zu etablieren und „Konkurrenten“ auszuschalten. Außerdem gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Tragen eines Kopftuchs und der Partei-Zugehörigkeit, da praktizierende Frauen verschiedene Parteien unterstützen.

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Neil deGrasse Tyson: Politicians Reject Science Because Voters Do

neilneilCapitol Hill has been taking swipes at science for years. Support for science is hurting in the US and now, according to astrophysicist Neil deGrasse Tyson, it’s time to stop rolling with the punches.


By Geraldine Cremin|MOTHERBOARD

In a move that commentators equated to a war on science, Rep. Lamar Smith (R-TX), the chairman of the House Science Committee, last year launched an aggressive review of grants handed out to agencies including NASA, the Environmental Protection Agency and the National Science Foundation.

Since then, the Senate acknowledged climate change is real but denied the problem is caused by human activity, effectively tying its own hands when it comes to taking action on the issue. To emphasize the Senate’s sentiment, Sen. Jim Inhofe (R-OK), the chair of the Environment and Public Works Committee, basically proposed a snowball fight on the Senate floor to prove that global warming is a hoax.

It’s easy to roll your eyes and point fingers at the powers that be for their stubborn and questionable views on science, but ultimately the people on the Hill are elected officials. And so, echoing the words of Captain Planet himself, Tyson says the power is yours.

Motherboard caught up with the Head of the Hayden Planetarium (and People Magazine’s Sexiest Astrophysicist) to talk science, politics, and how the two have come into such fierce opposition.

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Durch Wohlstand nimmt die Kirchenbindung ab

Der Religionssoziologe Detlef Pollack sieht in einigen Ländern ökonomische Interessen als Grund für religiöses Interesse Foto: Brigitte Heeke, Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster
An die eigene Religionszugehörigkeit ist in vielen Ländern die Hoffnung auf Wohlstand verbunden. Ist dieser Wohlstand in einem Land erreicht, nimmt die Bindung an Kirchen wieder ab. Das schreibt der Religions- und Kultursoziologe Detlef Pollack in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).


pro Medienmagazin

Seit der Nachkriegszeit hätten die beiden großen Kirchen in Deutschland das Image von autoritären Institutionen, von der sich ein auf Autonomie und Selbstverwirklichung achtender Bürger zu emanzipieren hatte, schreibt Pollack. „Viele halten die Kirchen für unglaubwürdig und kündigen ihnen das Vertrauen auf.“ Dennoch bedeute das nicht ein Schwinden der Religiosität oder der Spiritualität.

Pollack, der seit 2008 Professor für Religionssoziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist, sieht eine Rückkehr zu Religion außerhalb der Kirchen, jedoch keinen Rückgang der Spiritualität. „Das Christentum ist weithin akzeptiert, aber was ein Großteil der Bevölkerung nicht möchte, ist, dass es sich absolut setzt, dass es sich als den einzigen und letztgültigen Wert darstellt“, sagte Pollack dazu im Interview mit dem Christlichen Medienmagazin pro (6/2013).

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Charlie Hebdo Cartoonist Says He’ll Stop Drawing Muhammad

Rénald Luzier, Image: Friendly Atheist
Rénald Luzier, better known as Luz, is one of the (remaining) cartoonists for Charlie Hebdo.


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

According to news reports, he avoided the same fate as his colleagues because he overslept and was late to work the day they were massacred. It’s fitting, then, that he illustrated the cover of the first issue following the attacks:

Bild. Charlie Hebdo
Bild. Charlie Hebdo

But in an interview published today in Les Inrockuptibles, Luz says he’ll never draw Muhammad again: “It does not interest me.”

It’s a little hard to believe that he just suddenly lost interest after years of satirizing religion, but it’s also hard to fault him for his decision.

Luz didn’t say that he was stopping because he felt his illustrations were offensive or provocative. He didn’t apologize for his past drawings. He didn’t say that he felt lucky to still be alive and feared another attack. But it’s hard to see this is anything but the culmination of a successful bullying campaign. His critics wanted to censor him and they’re getting their wish. Luz is just trying to take the high road by saying he wants to move on to other topics… whatever they are.

No word yet on whether other Charlie Hebdo cartoonists will follow his lead.

EU-Kommission will Quotensystem zur Verteilung von Flüchtlingen

EuropaIn der Debatte über eine andere Verteilung von Flüchtlingen in der Europäischen Union geht die EU-Kommission auf Konfrontationskurs zu den nationalen Regierungen. „Wir werden ein Quotensystem vorschlagen“, kündigte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch während einer Plenardebatte des Europaparlaments in Straßburg an.


evangelisch.de

Einen entsprechenden Vorschlag werde seine Behörde am 13. Mai vorlegen, sagte Juncker. „Es kann nicht sein, dass wir die betroffenen Länder in dieser Frage alleine lassen.“ Nach den derzeitigen EU-Regeln ist grundsätzlich das Ersteinreiseland für die Ankömmlinge zuständig, also in vielen Fällen etwa Italien oder Griechenland. Etliche nördliche Staaten, etwa Großbritannien, Tschechien und die baltischen Länder, lehnen es bisher ab, daran etwas zu ändern. Auf ihrem Krisengipfel zur Flüchtlingspolitik in der vergangenen Woche hatten sich die 28 EU-Regierungen zwar im Grundsatz offen für eine Umverteilung gezeigt. Sie beließen es aber in ihrer Schlusserklärung bei vagen Formulierungen.

Why the Future of Religion Is Bleak

Illustration: Brian Stauffer for The Wall Street Journal
Religious institutions have survived by controlling what their adherents know, argues Tufts Prof. Daniel C. Dennett, but today that is next to impossible


By Daniel C. Dennett|The Wall Street Journal

Religion has been waning in influence for several centuries, especially in Europe and North America. There have been a few brief and local revivals, but in recent years the pace of decline has accelerated.

Today one of the largest categories of religious affiliation in the world—with more than a billion people—is no religion at all, the “Nones.” One out of six Americans is already a None; by 2050, the figure will be one out of four, according to a new Pew Research Center study. Churches are being closed by the hundreds, deconsecrated and rehabilitated as housing, offices, restaurants and the like, or just abandoned.

If this trend continues, religion largely will evaporate, at least in the West. Pockets of intense religious activity may continue, made up of people who will be more sharply differentiated from most of society in attitudes and customs, a likely source of growing tension and conflict.

Could anything turn this decline around? Yes, unfortunately. A global plague, a world war fought over water or oil, the collapse of the Internet (and thereby almost all electronic communication) or some as-yet unimagined catastrophe could throw the remaining population into misery and fear, the soil in which religion flourishes best.

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