Das gefährliche Weibliche: Der Islamismus und die Frauen


Burqua Burka
Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin‘ the Khuff)
Es gibt etwas, das die Islamisten rund um die Welt am liebsten aus der Öffentlichkeit verbannen würden und das sie doch verfolgt wie ein Dämon: Die Frau.


Von David Singer|Neue Zürcher Zeitung

Es ist paradox: Einerseits ist sie aus der Sicht der Jihadisten ein Nichts. Kein Subjekt, nur Objekt. Bestenfalls Saatfeld und Gebärmaschine, schlimmstenfalls Versuchung, Provokation, Störung. Andererseits ist sie für die Strenggläubigen eine allgegenwärtige Obsession, die unaufhörlich versorgt, versteckt und unterdrückt werden muss. Einerseits ist sie ein entwertetes Anhängsel, ein Ding, ein fast hirnloser Körper, andererseits dreht sich alles um sie wie um eine übermächtige, furchteinflössende Göttin. Und je mehr der Islamist die Frau verhüllt und einsperrt, desto hartnäckiger scheint sie ihn zu verfolgen, bis in seine Träume und Fantasien.

Die gefährliche Freiheit

Oft erwähnen Muslime im Zusammenhang mit der Frau das Stichwort Fitna. Der arabische Begriff lässt sich übersetzen mit Anfechtung und Chaos. Konkret geht es um das Durcheinander, das die Frauen mit ihrer fatalen Anziehungskraft und Sexualität anrichten.

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