Erstmals Schwulen- und Lesben-Vertreter im ZDF-Fernsehrat


Im ZDF-Fernsehrat soll ab kommendem Jahr auch ein LSBTI-Vertreter sitzen Foto: Tobo777 / Wikipedia | CC BY-SA 3.0
Ab kommendem Jahr soll im neuen ZDF-Fernsehrat auch ein Vertreter der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LSBTI) sitzen. Der Medienbeauftragte der ebenfalls im Rat vertretenen Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Markus Bräuer, sieht der Entwicklung positiv entgegen.


pro Medienmagazin

Der neue Entwurf des ZDF-Staatsvertrages entspreche der Erwartung, eine größere gesellschaftliche Vielfalt abzubilden, sagte der EKD-Medienbeauftragte Markus Bräuer gegenüber pro. „Auch diejenigen, die zum Kreis der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen gehören, spiegeln die gesellschaftliche Vielfalt unseres Landes“, erklärte er. Da zur evangelischen und katholischen Kirche und den Freikirchen mehr als 47 Millionen Menschen in Deutschland gehörten, verträten die kirchlichen Ratsmitglieder weiterhin mehr Menschen als jede andere Institution. Etwa 60 Prozent der Deutschen gehört damit der Kirche an. Der LSBTI-Vertreter wird für eine wesentlich kleinere Gruppe sprechen. Der Lesben- und Schwulenverbands Deutschland (LSVD) schätzt, dass zwischen 2,7 und 1,1 Prozent der Männer und zwischen 1,3 und 0,4 Prozent der Frauen ausschließlich homosexuell lebt.

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