Intoleranz gegenüber christlichen Überzeugungen in Europa wächst


DerverzweifelteJesusDie Intoleranz gegenüber christlichen Überzeugungen in Europa nimmt zu. Das berichtet die Juristin und katholische Theologin Gudrun Kugler (Wien).


kath.net

Die 38-jährige vierfache Mutter arbeitet unter anderem für das „Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen“ (www.IntoleranceAgainstChristians.eu). Wie sie am 26. März vor Teilnehmern des Forums „Christ und Politik“ im thüringischen Bad Blankenburg sagte, hat das Archiv gegenwärtig rund 1.400 individuelle Fälle in Westeuropa dokumentiert, in denen Christen diskriminiert worden seien.

So dürften in Frankreich beispielsweise angehende Mediziner nicht zu Ende studieren, wenn sie sich aus Glaubensgründen weigerten, während des Studiums an einer Abtreibung mitzuwirken. Standesbeamte stünden in der Gefahr, verklagt zu werden, wenn sie aus ihrer christlichen Überzeugung heraus ablehnten, gleichgeschlechtliche Paare zu „verpartnern“. Das komme einer „Art von Berufsverbot“ gleich, so Kugler. Auch Elternrechte würden immer stärker eingeschränkt. So sei in Deutschland, Schweden, Tschechien und Kroatien das Unterrichten der eigenen Kinder zuhause verboten. Damit würden vor allem Christen diskriminiert, weil vor allem sie sich für Hausunterricht entschieden.

weiterlesen

2 Comments

  1. Man muss nur einige der Beispiele Revue passieren lassen.

    Der Standesbeamte assistiert der Unterzeichnung eines staatlichen, säkularen Vertrags, nicht einer kirchlichen Trauung, daher sind seine „Gewissensnöte“ nur unter der Forderung eines Gottesstaates verständlich. Merkwürdig, die Kirche legt doch sonst Wert darauf, dass eine amtliche Trauung eigentlich gar keine Trauung sei und der Bund vor Gott geschlossen werden müsse, dann sollte sie doch damit kein Problem haben. Überhaupt hat die Obsession mit der Homosexualität, die man unter religiösen Eiferern aller Couleur regelhaft findet, etwas psychologisch Auffälliges. Nur sehr wenige in diesen Milieus allerdings erkennen die Auffälligkeit, da Indolenz der Normalzustand ist.

    Dass Eltern ihre Kinder nicht zuhause unterrichten, ist eine elementare Maßnahme, um einen Mindeststandard an Wissen sowie Fähigkeit zu sozialem Umgang zu erzielen, ein gewisses Maß an Integration zu gewährleisten. Welches Bildungsniveau beim homeschooling in der Regel herauskommt, kann man in den USA studieren. Kinder haben auch das Recht, von ihren Eltern nicht nach Belieben vereinnahmt zu werden.

    Wie steht es eigentlich damit, dass Eltern das Recht haben, ihren Kindern aus religiösen Gründen eine effektive medizinische Behandlung zu verweigern, wie dies in etlichen Bundesstaaten der USA der Fall ist? Wie steht es damit, dass Einzelpersonen und Unternehmen aus „religiösen Gründen“ beispielsweise Homosexuellen Dienstleistungen verweigern, wie es in einer Reihe von Bundesstaaten der USA der Fall ist? (Es wurde sogar gefordert, dass ein evangelikaler Notarzt einem Patienten die Hilfe verweigern darf, halt aus seinen christlichen Gewissensgründen, die ihm wie Echtholz, anderen jedoch wie übelriechender Moder erscheinen). Wie steht es damit, dass Eltern ihre Kinder schlagen dürfen, wie dies ebenfalls in den USA teils erlaubt ist? Dass es so etwas hier nicht gibt, ist doch ganz klar Diskriminierung, oder nicht, wo doch die Bibel und die Tradition dies gebieten? Wenn ich mich recht erinnere, war in einem Report dieses „Dokumentationszentrums“ auch aufgeführt, dass Diskriminierung darin bestehe, wenn die „Pille danach“ frei verkäuflich sei. Dies sei eine Verletzung christlicher Standards. Nicht-Diskriminierung besteht nämlich darin, dass christliche Eiferer allen anderen ohne Widerspruch ihre Moral aufzwingen können. Wie müssen die Ärmsten darunter leiden, dass es überhaupt einen säkularen Staat gibt!

    Hält man dem entgegen die umfassend privilegierte Position der Kirchen, die überall in Entscheidungsgremien überproportional vertreten und staatlich gefördert sind, hält man entgegen, dass Konfessionslose systematisch daran gehindert sind, Arbeitsplätze wahrzunehmen, die unter kirchlicher Kontrolle stehen, wenngleich sie zu 90% vom Staat finanziert sind, dass diese Kontrolle, z.B. von Kindergärten, in manchen Regionen sehr weitgehend ist, und vieles mehr – so kann man nur noch von einem mangelnden Kontakt zur Realität sprechen. Werden Konfessionslose durch Letzteres nicht diskriminiert? Oder sind die der Diskriminierung nicht fähig, da eh letztlich minderwertig und zu bevormunden?

    Besagte Dame und Konsorten sind ein Musterbeispiel für die Mischung aus Borniertheit, Selbstgerechtigkeit, Verlogenheit und Herrschaftsanspruch, die man in religiös-eifrigen Milieus so häufig findet; man beachte nur den Domain „eu“ statt „at“, mit dem man, wie die Verbindung mit Parlamentsvorlagen und Presseauftritten nahelegt, suggerieren möchte, man sei der EU assoziiert oder gar eine offizielle Organisation. Dabei ist das „Dokumentationszentrum“ nichts weiter als gemeine, hochstapelnde Christoprop. Ad usum asinorum. Aber davon gibt es ja genug.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.