„Wenn man nichts sagt, sprechen andere für einen“


Shahak Shapira wurde in der Neujahrsnacht von sieben wahrscheinlich arabischen jungen Männern in einer Berliner U-Bahn verprügelt. Der 26-jährige Israeli lebt seit zwölf Jahren in Deutschland.© privat
Ich bin Israeli und lebe in Deutschland. Vor drei Monaten wurde ich in der Berliner U-Bahn angegriffen. Was schlimmer ist: Mein Fall wird immer wieder für Hasspropaganda instrumentalisiert.


Von Shahak Shapira|stern.de

Drei Monate sind mittlerweile vergangenen seit dem Vorfall in der Neujahrsnacht in Berlin, der mir zwei Minuten Pseudo-Fame bescherte. Für die paar Fäuste, mit denen mich die süßen Boys in der U-Bahn nicht mal richtig getroffen haben, hat sich das voll gelohnt: Interviews, Buchvertrag, Treffen mit Außenminister Steinmeier, gratis Catering (da schlägt mein jüdisches Herz höher). Sogar Markus Lanz hat mich eingeladen. Und mir dann abgesagt. Markus. Fucking. Lanz. Hat MIR abgesagt. Das ist so, als würde dich das hässlichste Mädchen im Dorf beim ersten Date sitzen lassen.

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