Holocaust und Schuld: Der christliche Trick


Häftlinge im KZ Sachsenhausen (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-78612-0008 / CC-BY-SA)
Häftlinge im KZ Sachsenhausen (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-78612-0008 / CC-BY-SA)
Eine Grundlage des christlichen Glaubens lautet: Wer sich schuldig macht, kann beichten – so verringert sich die Schuld. Aber was ist dann mit dem Holocaust, der Existenzgrundlage des heutigen Deutschlands?


Von Georg Diez|SpON

Es ist eine seltsame Sache mit der Schuld: Sie hat eine eigentümliche Dynamik – die Vorstellung, dass sie ewig bleibt und dabei verschwindet, ist eine der Grundlagen des christlichen Glaubens.

Das ist der christliche Trick: dass sich Schuld, indem man sie beschwört oder beichtet, verringert – Gottes Sohn, für uns geopfert, trägt unsere Schuld.

Die christliche Kultur ist schließlich eine Schuldkultur, eine Opferkultur und damit eine Täterkultur – das sind die Begriffe, nach denen menschliches Leid ermessen und sortiert wird, sie geben Halt, selbst wenn die Sinnlosigkeit noch so groß ist.

Schuld funktioniert dabei in beide Richtungen: Man kann sie benutzen, um andere einzuschüchtern, man kann sie benutzen, um sich selbst zu erleichtern.

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1 Comment

  1. Die NAZI-Täter waren immer die Anderen, niemals jedoch dir guten moralischen Christen. Zwar haben beide Kirchen 1945 sich selber einen Persilschein ausgestellt sie hätten schuld auf sich geladen, aber die RKK hat gleichzeitig die ganzen NAZI-Verbrecher heimlich auf ihre Kosten die Flucht nach nach Argentinien organisiert.

    Ab 1925 hat Deutschland 62,7% Evangelen und 32,5% Katholen. Das NAZI Reich mit KZ- und SS-Mördern sind alles „gute“ Christen. Bei 1% NSDAP Genossen 1933 und 1945 mit9,5% sind die Priester und Lehrer zu 50% NSDAP Genossen die Speichellecker der Geld scheissenden Diktatur. Die Kirchen feiern NAZI Hitler in höchsten Tönen
    “In Hitler ist die Zeit erfüllt für das Deutsche Volk, denn durch Hitler ist Christus, Gott, der Helfer und Erlöser, unter uns mächtig geworden. Darum ist der Nationalsozialismus positives Christentum der Tat. Hitler ist jetzt der Weg des Geistes und Willens Gottes zur Christuskirche deutscher Nation” (EKD Präses Müller 1934).

    Der Vorsitzende der Zentrumspartei RKK Prälat Dr. Ludwig Kaas sorgt per Verfassungsbruch 1933 für die Annahme vom „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ und dem „Ermächtigungs Gesetz“. Auf dem Katholikentag 1929 verrät Prälat Dr. Ludwig Kaas indirekt das RKK Vorhaben „Niemals ist der Ruf nach einem Führertum großen Stils lebendiger und ungeduldiger durch die deutsche Volksseele gegangen als in den Tagen, wo die vaterländische und kulturelle Not uns allen die Seele bedrückt“. Die SA- und SS-Asozialen, Kriminellen und Arbeitslosen feiern mit RKK Hilfe in Uniform das Reichskonkordat in besonderen Gottesdiensten.

    Kardinal Adolf Bertram, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, schleimt 1933 für die RKK dem GRÖFAZ Adolf Schicklgruber:
    „Der Episkopat aller Diözesen Deutschlands hat, wie die öffentlichen Kundgebungen erweisen, soweit es nach der Neugestaltung der politischen Verhältnisse durch Eurer Exzellenz (Adolf Hitler) Erklärungen ermöglicht wurde, sogleich die aufrichtige und freudige Bereitwilligkeit ausgesprochen, nach bestem Können zusammenzuarbeiten mit der jetzt waltenden Regierung, die die Gewährleistung von christlicher Volkserziehung, die Abwehr von Gottlosigkeit und Unsittlichkeit, den Opfersinn für das Gemeinwohl und den Schutz der Rechte der Kirche als Leitsterne ihres Wirkens aufgestellt hat.“

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