Mit „Das Leben des Brian“ gegen die Kirche


Jeder ein Kreuz.
Jeder ein Kreuz.
Am Karfreitag sind in Deutschland Partys, Konzerte und Sportwettkämpfe verboten. Auch Vorstellungen des Monty-Python-Klassikers „Das Leben des Brian“. Eine Bochumer Initiative will das ändern.


Von Ellen Ivits|stern.de

Am Karfreitag wird in Bochum der Film „Das Leben des Brian“ aufgeführt – ungeachtet des Feiertagsgesetzes, das genau dies untersagt. Wie schon 2013 und 2014 zeigt die Initiative „Religionsfrei im Revier“ den Monty-Python-Klassiker – eine bewusste Provokation, wie der Gründer der Initiative, Martin Budich, offen sagt. „Die Feiertagsgesetze tragen die Merkmale eines fundamentalistisches, klerikalen Staates, der seine Traditionen anderen aufzwingt“, so Budich gegenüber dem stern.

Die so genannten „stillen Feiertage“ wie der Karfreitag sind ihm ein Dorn im Auge. An diesem Tag herrscht in Deutschland nicht nur weitgehend ein Tanzverbot, auch einige Filme unterliegen einer Aufführungsbeschränkung. Verstöße werden mit Ordnungsstrafen geahndet. „Das sind vollkommen überkommene Kirchenprivilegien. Tausende Menschen, die nichts mit dem christlichen Glauben verbindet, werden damit gezwungen, sich an die Regeln der Kirche zu halten“, sagte Budich. Wer gegen diese Regeln verstoße, werde bestraft. „Ich finde es zwar schön, dass ich nicht dafür gesteinigt werde, aber das Prinzip ist dasselbe“, so Budich weiter. „Wieso darf an diesem Tag niemand fröhlich sein?“, wundert er sich.

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