Feuerameisen übernehmen kämpfend Krokodilnester


Rote Feuerameise (Solenopsis invicta), Bild: wikimedia.org/
Die argentinischen Feuerameisen gelten in vielen Ländern als gefürchtete Plagegeister. Beobachtungen aus ihrer Heimat zeigen nun: Sie machen auch vor großen Gegnern nicht halt.


Von Daniel Lingenhöhl|Spektrum.de

Feuerameisen schätzen die Nester von Kaimanen: Sie sind warm und luftfeucht – und sie liefern veritable Nahrung frei Haus. Für die Kaimane hat das allerdings einen Preis, warnt eine Studie im Journal of Herpetology: Bis zu einem Viertel der Kaimanbabys einer Brutsaison im nördlichen Argentinien könne den Attacken zum Opfer fallen, schätzen Biologen um Carlos Ignacio Piña vom Institut für Angewandte Zoologie in Santa Fe. In ihrem Untersuchungsgebiet besiedelten die Feuerameisen (Solenopsis invicta) rund 50 Prozent der Brutplätze von Breitschnauzenkaimanen (Caiman latirostris). Dabei vertrieben sie die Mütter, die aktive Brutpflege betreibt, durch ihre schmerzhaften Stiche, so dass diese sich nicht mehr um die Jungtiere kümmern konnten. Sobald die Kleinen aus ihren Eiern zu schlüpfen beginnen, dringen die Ameisen durch die Risse in der Schale ein, töten und zerlegen die kleinen Kaimane.

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