Schwimmender Giftmüll und Käfighaltung unter Wasser: Probleme der Aquakultur


Speisefische auf einem Markt. Foto:Redaktion/heise.de
Die Nachfrage nach Fisch ist in den letzten 30 Jahren enorm gestiegen. Mindestens ein Drittel der weltweiten Fischfanggebiete gelten inzwischen als überfischt. Aquakultur soll diesem Problem abhelfen. Sie schone die wilden Fischbestände, heißt es.


Von Susanne Aigner|TELEPOLIS

Jährlich werden weltweit rund 142 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte gefangen, die Hälfte stammt aus Flüssen, Seen und Meeren, die andere Hälfte aus Aquakultur. Das Fischinformationszentrum (FIZ e. V.) gibt für den deutschen Verbrauch den Verzehr von insgesamt 1,1 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchten an, im Durchschnitt 13,7 kg Fisch (Fanggewicht) pro Kopf und Jahr (2013). Der Importfisch hat mit 1,8 Millionen Tonnen den größten Anteil am Gesamtaufkommen an Fisch und Fischereierzeugnissen auf dem deutschen Markt, die Eigenproduktion liegt bei 244.000 Tonnen.

Aus deutscher Binnenfischerei und Aquakultur kommen insgesamt rund 244.000 Tonnen Fisch. Rund 6200 Aquakulturfarmen gibt es allein in Deutschland. Hier werden Regenbogen-, Lachs- und Bachforellen, Saibling, Karpfen, Aal, Wels sowie Zander, Schlei und Hecht erzeugt.

Die 600 Fischarten, die in Zuchtfarmen gemästet werden, werden vor allem mit Fischarten wie Sardellen, Sardinen und Makrelen aus Wildbeständen gefüttert. Doch diese sind normalerweise Nahrungsgrundlage für andere Meerestiere, und nebenbei auch für viele Menschen in den ärmeren Weltregionen. Bei Raubfischen wie Lachs, Forelle oder Kabeljau liegt die verfütterte Menge an Fisch bei 1,4 kg je Kilo Körpergewicht. Um die verfütterten Fischmengen zu bestimmen, gibt es eine Kennzahl: FIFO (fish in fish out) gibt darüber Auskunft, wieviel Kilo Futterfisch nötig sind, um ein Kilo Fisch auszumästen.

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