Tröglitz: „Keiner hier will Asylbewerber, niemand“


Behörden gehen von Brandstiftung aus: Das Dach der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz ist fast komplett abgebrannt. Seit Wochen demonstrieren Rechtsradikale gegen das Heim. Quelle: N24
40 Flüchtlinge sollen in Tröglitz untergebracht werden, der Bürgermeister trat bereits wegen rechter Anfeindungen zurück. Nun wurde das Flüchtlingsheim angezündet. Manche Anwohner freuen sich darüber.


Von Sven Eichstädt|DIE WELT

Am Tag danach scheint die Sonne über dem Süden von Sachsen-Anhalt. Hier, in der vom Braunkohleabbau geprägten Region um Zeitz im Burgenlandkreis, hat es in der Nacht zu Samstag einen Brandanschlag auf eine künftige Asylbewerberunterkunft gegeben.

Das Attentat geschah in Tröglitz, jenem Dorf, in dem erst vor kurzem der ehrenamtliche Bürgermeister Markus Nierth zurückgetreten war, weil er sich von Politik und Polizei nicht ausreichend geschützt sah gegen rechtsextreme Demonstrationen vor seinem Wohnhaus. Nierth hatte dafür geworben, dass Tröglitz ab Mai 40 Flüchtlingen Zuflucht gewährt.

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