Und wieder kreisen Protonen in der Weltmaschine


Bild aus der Bauzeit des LHC. ©CERN
Bild aus der Bauzeit des LHC.
©CERN
Wichtiger Meilenstein beim Neustart des Teilchenbeschleunigers: Nach einem Kurzschluss haben die Cern-Forscher die Maschine wieder flott bekommen.


Von Ralf Nestler|DER TAGESSPIEGEL

Auf dem Weg zum Neustart des Teilchenbeschleunigers LHC haben die Wissenschaftler einen wichtigen Fortschritt erzielt. Erstmals nach zwei Jahren Wartungspause kreisen wieder Protonen in dem 27 Kilometer langen Ring. Das teilte das europäische Kernforschungszentrum Cern in Genf am Sonntagvormittag mit. In wenigen Wochen könnten die ersten Experimente  beginnen – wenn alles glatt geht.

Bei einem Magneten hatte es einen Kurzschluss gegeben

Der Neustart hatte sich zuletzt verzögert. Ursprünglich sollten die Elementarteilchen bereits am 25. März erste Runden in den Beschleuniger drehen.

Doch wenige Tage zuvor kam es bei einem der Magneten, die die Teilchen auf Kurs halten, zu einem Kurzschluss. Ein Metallspan war in der Anlage auf eine Leitung gelangt, eine langwierige Reparatur drohte. Denn viele Teile des LHC-Rings werden bis auf wenige Grad über dem absoluten Nullpunkt heruntergekühlt, damit es zur Supraleitung kommt – die wiederum den Magneten erst die nötige Leistung ermöglicht.

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