US-Neurologe: Andreas L. war kein Täter, sondern Opfer


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Seit die zweite Blackbox der abgestürzten Germanwings-Maschine ausgewertet ist, scheint die Theorie der Ermittler mit sehr großer Sicherheit bestätigt: Co-Pilot Andreas L. brachte das Flugzeug absichtlich in den Sinkflug und lenkte somit sich selbst und 149 andere Menschen in den Tod.


Von Lea Kosch|The Huffington Post

Damit ist für die meisten auch die Schuldfrage endgültig geklärt: Der Co-Pilot hat das Leben all dieser Menschen an Bord auf dem Gewissen.

„Andreas L. ist kein Täter im klassischen Sinne“

Der US-Neurologe Robert M. Sapolsky ist anderer Ansicht. Er sagt: „Nicht Andreas L. hat das getan; es war seine Krankheit.“ In einem Beitrag für die „LA Times“ vertritt der Stanford-Professor die Ansicht, dass der Pilot gar kein Täter im klassischen Sinne sei, sondern vielmehr ein Opfer.

„Der Germanwings-Absturz hatte 150 Opfer, nicht 149“, schreibt er. Andreas L. habe aufgrund seiner Depression keinen Einfluss mehr auf seine Entscheidungen gehabt.

„Eine Depression ist wie alle psychischen Erkrankungen eine Störung. Sie bringt denjenigen in einen Zustand, bei dem das Wesen aufgrund biologischer Veränderungen nicht wiederzuerkennen ist.“

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