Wiesbaden: Freireligiöse Gemeinde wird zu Humanistischer Gemeinschaft


welthumanistentagUmbenennung soll Verwechslungen mit Freikirchen verringern. Hessische Humanisten begrüßen klares Bekenntnis.


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Schon seit Monaten hatte es lebhafte Diskussionen in den freireligiösen Gemeinden gegeben, wie sich diese auf die sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen einstellen und weltanschaulich deutlicher profilieren könnten. Vor kurzem nun hat die Vollversammlung einer der sieben Gemeinden in Hessen den ersten Schritt gewagt und die Umbenennung in Humanistische Gemeinschaft Wiesbaden beschlossen. Auch in der neuen Verfassung der Wiesbadener Gemeinschaft, die den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts besitzt, ist deutlich der Bezug zum Humanismus als undogmatische und säkulare Weltanschauung verankert. Mit dem Abschied vom Begriff Religion soll aber nicht nur sich verändernden Rahmenbedingungen und den heutigen Überzeugungen der Mitglieder Rechnung getragen werden. Der neue Name soll auch dazu beitragen, dass die Angehörigen der Gemeinschaft seltener mit den Anhängern evangelikaler Freikirchen verwechselt werden, die ebenfalls in vielen Regionen des Landes präsent sind. Letztere vertreten nicht nur von den undogmatischen und humanistischen Überzeugungen der Freireligiösen deutlich abweichende Weltbilder, sondern besitzen aufgrund ihrer christlich-konservativen und teilweise radikal-fundamentalistischen Vorstellungen und Positionen insbesondere in kirchenfernen Teilen der Bevölkerung ein schlechtes Ansehen.

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