Vinzi-Pfarrer Pucher: „Geiz ist Geil“ ist Sünde


Bild: magenta.de
Scharfe Kritik am Konsumverhalten in den reichen Industrieländer hat Vinzi-Pfarrer Wolfgang Pucher geübt. Das oft vorherrschende Prinzip „Geiz ist Geil“ bezeichnete Pucher in einem Interview mit der Tageszeitung „Presse“ (Sonntag) als Sünde. „Wenn ich, obwohl ich es mir leisten könnte, nicht Dinge kaufe, die zwar etwas teurer sind, aber andere Menschen schützen, dann ist das eine Sünde“, so Pucher wörtlich. „Shoppen“ heiße, „ich brauche gar nichts, aber habe so viel Geld, dass ich schauen muss, ob ich etwa für mein Geld finde“.


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Der Armenpfarrer forderte zu einem Nachdenken im Konsum auf, denn oft werde übersehen, „dass wir uns unseren Luxus nur leisten können, weil für uns fern von uns Sklaven arbeiten, die im Elend sind“. Dadurch seien wir in die „verdammte Pflicht“ gerufen, dort, wo es Berührungspunkte mit diesen Menschen gibt, Solidarität zu üben; „diesen Sklaven, sofern sie es schaffen, zu uns zu kommen, eine Chance zu geben“.

Die Wirtschaft sieht Pucher durch einen Rückgang im Konsum nicht in Gefahr. Schließlich gehe es nicht um ein „schwarz-weiß“-Denken sondern um eine Grundeinstellung, die nicht sofort Verzicht auf Alles bedeute, sondern zu einem ethisch reflektierten Konsum auffordere. Der Trend müsse weggehen von einer Logik, die alles, das leistbar ist, auch als kaufbar befindet. „Es gibt eine Verantwortung vor Gott und Menschen.“

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3 Comments

  1. Ist dem Dumpfdödel schon einmal klar geworden, dass in Caritas und Diakonie etwa 1,2 Millionen Arbeitnehmer ausgebeutet werden wie Sklaven zu Römerzeit. Wer falsch heiratet, die falsche Kirche besucht und die falsche Zeitung aboniert, der verliert seinen Job, der sowieso wegen gesondertem Konkordat nur um 20% unterm Minstestlohn bezahlt wird.

    Aber das allerliebste Jesulein hilft den gequälten Arbeitssklaven, sofern sie nur genug beten. Allah besteht auf 2 1/2 Stundn täglichem Gebet, bei Jesus ist das nicht sicher. Wen von den 3 Jesus-Typen soll man nur fragen

    Der US-Sozialpsychologe Milton Rokeach analysiert 1959-1961 im Ypsilanti State Hospital 3 Patienten, die sich für Jesus Christus halten. Diesen 3 Irren gilt der jeweils andere Jesus als Roboter oder geistig schwer krank. Medizinische Erklärungen stimmen die 3 „Gottessöhne“ nicht um, zu einem Artikel in der Presse meinen sie, die 3 Typen gehören in eine Anstalt.

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  2. „…dass wir uns unseren Luxus nur leisten können, weil für uns fern von uns Sklaven arbeiten,…“ Damit meint er wohl die psychisch abhängigen Reli- Sklaven, die durch Zwangsabgaben (per Kirchensteuer) und erbettelte Scherflein, den klerikalen Luxus möglich machen ? 🙂

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