Kirchenaustritte, Ostern und christliche Weicheier


frohe_ostern

Christen wollen keine Christen mehr sein. Gunnar Schupelius fragt sich, wo das enden wird?


Von Gunnar Schupelius|BZ

Diese Ostertage wirkten wie gemalt. Das Wetter glich der Beschreibung von Stefan Zweig in seinem Buch „Die Welt von Gestern“, in dem er sich an den Sommer 1914 erinnert: „seidenblau der Himmel, weich die Luft“.

Am Ostersonntag verbreitete die Sonne eine unerwartete Wärme. Die Blätter des Rosenstrauches auf meiner Terrasse rollten sich in zwei Tagen um einen Zentimeter aus.

Die Kirchen, so schien es mir, waren gut besucht. Am Karfreitag fand ich mich am Friedrich Wilhelm Platz in Friedenau unter vielen Menschen wieder. In der Osternacht konnte man im Berliner Dom kaum noch einen Sitzplatz bekommen. Am Ostersonntag saßen wir eng gedrängt in der Grunewaldkirche. Familiengottesdienst! Pfarrer Jochen Michalek gelang es, Erwachsene und Kinder anzusprechen, ohne dass es banal wirkte. Wir gingen mit dem Gefühl aus der Kirche, dass es immer einen Neuanfang gibt. Diese Botschaft ist Teil des Osterglaubens, der im Mittelpunkt des Christentums steht. „Jetzt gibt es keine bösen Menschen mehr“, teilte mir mein vierjähriger Sohn mit.

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1 Comment

  1. […]Am Karfreitag befreiten Tierrechtsaktivisten 17 Hennen aus einer Aufzuchtanlage. Die befreiten Hühner werden somit nicht zur Eierproduktion ausgebeutet und, sobald die „Legeleistung“ nachlässt (also in der Regel nach einem Jahr), umgebracht.

    Gerade an Ostern (sowie Weihnachten) werden besonders viele Eier konsumiert – in Deutschland wurden im letzten Jahr 221 pro Kopf gekauft, drei mehr als im Jahr davor. Davon waren 14 bereits gefärbt. Dieser Brauch hat seinen Ursprung u.a. im christlichen Mittelalter, in dem z.B. Priester nach der Ostermesse blutrot gefärbte Eier als Symbol der Auferstehung verteilten. Auch heute verharren viele Speziesisten, vor allem wenn sie sich nicht vom religiösen Gedankengut befreit haben, ethisch noch immer im Mittelalter: Zum einen ist den mittelalterlich Denkenden der alberne Brauch, Hühnermenstruationsprodukte zu bemalen, wichtiger als 44 Millionen gefangengehaltener, qualgezüchteter und ermordeter Hennen jährlich allein in Deutschland und ebenso viele lebend vermuste oder vergaste männliche Küken. Zum anderen sind nicht nur am Karfreitag öffentliche Tanz-, Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen, Flohmärkte und Wohnungsumzüge verboten, sondern ganzjährig auch Tierbefreiungen – gemäß den „10 Geboten“ und da nichtmenschliche Tiere immer noch, analog zu menschlichen Sklaven, als Eigentum betrachtet werden („Du sollst nicht stehlen. […] Du sollst nicht versuchen, etwas an dich zu bringen, das deinem Mitmenschen gehört, weder seine Frau noch seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel noch irgendetwas anderes, das ihm gehört.“ 2 Mo 20:15-17 GNB) und teils aufgrund weltlicher Willkürjustiz.[…] http://maqi.de/presse/karfreitag2015befreiung.html

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