Erzbistum Berlin: Dodo des Monats März 2015


Dodo des Monats März  2015
Dodo des Monats März 2015


erzbistum_blnGeht es ums Geld ist die pfäffische Gier grenzenlos. Ein besonderes System nutzt die Kirche in Deutschland, heute geht es uns um die katholische, um ihre Schafe, zur Kasse zu bitten. Der „säkulare“ Staat hat sich als Steuerbüttel angedient, lässt sich seine Häscherdienste mit ein paar Silberlingen bezahlen.  Die Kirchensteuerstellen bei den Finanzämtern sind für den Einzug der Zwangsabgabe zuständig. Nicht verwunderlich, wenn wir in einer Stellenausschreibung lesen

Die Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der EKD oder römisch-katholischen Kirche setzen wir bitten um einen entsprechenden Hinweis in Ihren Bewerbungsunterlagen.

Soviel zur weltanschaulichen Neutralität des Staates, sprich des Finanzamtes. Die Bewerbungsunterlagen sind dann, wie im Falle dieser Ausschreibung an Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Referat 1.1
Georgenkirchstraße 69
10249 Berlin

zu richten.

Die katholische Kirche selbst nennt expressis verbis keine Steuerpflicht, (can. 222 §1 CIC; und darüber hinaus can. 1260, 1262), es wird vielmehr von einer Pflicht gesprochen etwaige Beiträge zu leisten.
Der deutsche Staatsbürger weiß, will er sich dieser unchristlichen Geldlast entziehen, muss er aus der Kirche austreten, genau genommen, aus der Körperschaft öffentlichen Rechts, denn nur diese Wirtschaftsinstitution nimmt die Steuern ein. Glücklich, wer nicht getauft wurde, der hat mit dem ganzen Blödsinn nichts zu tun. Er kann seine Eltern, ob dieser Weitsichtigkeit lobpreisen, keine Zwangstaufe erduldet zu haben.

Die Tatsachen. Ein Berliner Bürger, Zuzug aus dem fernen Gallien, wird von der Kirchensteuer eingeholt. Katholisch getauft, keine Aktivitäten, erfreute er sich bis zu seiner Zeit in Berlin an einem ungläubigen Leben. Er meldet sich beim Bürgeramt und gibt keine Religionszugehörigkeit an. Kurze Zeit später erhält er von der Kirchensteuerstelle Berlin(Finanzamt) einen Fragebogen, den er ausfüllt und keinerlei religöse Zugehörigkeiten benennt. Wenige Wochen später dann das böse Erwachen, 550 Euro Kirchensteuerabzug von seinem Konto. Nachzahlung für das Jahr 2014. Was war geschehen.  Nach einigen Hin und Her mit den Behörden erfährt er vom Erzbischöflichen Ordinariat Berlin, dass seine Kirche in Frankreich, wo er getauft wurde, den Taufschein nach Berlin übersandt hatte. Somit ergab sich die gesetzliche Kirchensteuerpflicht des gallischen Mitbürgers. Die französische katholische Kirche, unter Missachtung der EU-Richtlinie 95/46 / EG, über den Schutz personenbezogener Daten, schickt auf eine einfache Anfrage, die persönlichen Daten des Franzosen an die Pfaffen in Berlin. Die Initiative zur Übersendung der Daten muss von den deutschen Schwarzkitteln ausgegangen sein. Datenabgleich, cross over?, die deutsche Polizei hat es da wesentlich schwieriger, Daten aus den unterschiedlichsten Banken abzugleichen, wenn überhaupt. Interne katholische Rasterfahndung, wir holen uns das Geld, welches uns unterschlagen wird, wir haben ein Recht darauf, in Gottes Namen.

Wissen muss man, dass französische Staatsbürger keine Möglichkeit haben aus der Kirche aus zutreten, das gilt für Frankreich, auf Grund des Gesetzes von 1905 zur Trennung von Kirchen und Staat, ist kein Kirchenaustritt möglich.

Also muss ein französischer Staatsbürger in Deutschland aus der Kirche austreten um sich vor der Gier der Kirche zu schützen. Lächerlich.

Es ist Diskriminierung wenn, Staat und Kirche in Deutschland einträchtig dabei sind Menschen auszunehmen. Es ist wahrlich an der Zeit die Gesetz zu ändern und den Kirchensteuereinzug durch den Staat abzuschaffen.
Die römische Spukgestalt ficht das eh nicht an, seine Kapitalismuskritik betrifft nicht den eigenen Laden und er ist nicht die hellste Kerze auf der päpstlichen Torte. Zumal das deutsche Episkopat sich auf den Sonderweg berufen dürfte.

Der säkulare Staat sollte endlich das sein, was er vorgibt zu sein, weltanschaulich neutral, plural. Die Privilegien der Gliedkirchen in Deutschland gehören abgeschafft, restlos und notfalls ersatzlos. Den fetten Wänstern der Pfaffen wird es gut tun.

2 Comments

  1. Wie ging die Geschichte weiter?

    Wenn die Kirche vom Konto abbucht, kann man sich das Geld via Lastschriftwiderspruch zurück holen. Dann muss die Kirche klagen, und damit wird es aktenkundig und auch interessant…

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    1. Der Anspruch der Kirche besteht nach deutschem Recht zu recht. Die Methode zur Erlangung der Daten ist mehr als fragwürdig.
      Bei einer Klage, die der Betroffene verloren hätte, wären weitere Kosten entstanden.

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