Morddrohung in der Dresdner Kreuzkirche


Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
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Mutmaßliche Anhänger der Anti-Islam-Bewegung „Pegida“ haben Kirchenmitarbeiter während eines Friedensgebetes in der Dresdner Kreuzkirche bedroht. Landesbischof Bohl spricht von einer neuen Dimension der Gewaltbereitschaft.


evangelisch.de

Nach der Morddrohung von mutmaßlichen „Pegida“-Anhängern gegen Mitarbeiter der Dresdner Kreuzkirche hat der evangelische Superintendent Christian Behr Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Vorfall während eines Friedensgebetes am Ostermontag in der Kreuzkirche sei Ausdruck einer gewachsenen Gewaltbereitschaft der „Pegida“-Demonstranten, sagte Behr dem Evangelischen Pressdienst (epd) am Dienstag in Dresden. Er erwarte, dass sich „Pegida“-Chef Lutz Bachmann zu den Vorfällen persönlich äußere und distanziere. Auch der sächsische Landesbischof Jochen Bohl reagierte bestürzt auf den Vorfall.

Behr zufolge sollen am Montagabend fünf bis sechs Personen in die Kirche gekommen sein, einige führten Fahnen mit sich. Sie hätten sich über das Glockengeläut während der wöchentlichen „Pegida“-Demonstration beschwert, die vor der Kirche auf dem Altmarkt stattfand. Ein Mann habe den beiden Mitarbeitern jeweils mit den Worten „… es könnte sein, dass ich dir die Kehle durchschneide“ gedroht. Wie die Polizeidirektion Dresden mitteilte, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. An dem Aufzug der islamfeindlichen Bewegung beteiligten sich nach Polizeiangaben mehr als 7.000 Menschen.

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