Naturwissenschaft versus Judentum: Maimonides und das Lob der Vernunft


Statue des Gelehrten Mosche Ben Maimon, genannt Maimonides oder auch Rambam in Córdoba (Spanien) (Imago / Leemage)
Der Gelehrte Mosche Ben Maimon, auch Maimonides genannt, war nicht nur Rabbiner, Toragelehrter und Philosoph, sondern auch Arzt und Wissenschaftler. Er musste also schon im 12. Jahrhundert die scheinbare Dichotomie zwischen Wissenschaft und Glauben überwinden.


Von Yael Kornblum|Deutschlandradio Kultur

In den vergangenen Wochen wurden an dieser Stelle verschiedene Aspekte der Problematik „Naturwissenschaft versus Judentum“ beleuchtet. Einer der bekanntesten Juden ist nach wie vor der Gelehrte Mosche Ben Maimon, genannt Maimonides oder auch Rambam, nach den Initialien seines Namens.

Er lebte im 12. Jahrhundert im arabisch besetzten Spanien, war ein Universalgenie. Denn er war nicht nur Rabbiner, Toragelehrter und Philosoph, sondern war auch Arzt und Wissenschaftler. Besonders beschäftigte er sich mit der Astronomie. Somit musste er täglich die scheinbare Dichotomie zwischen Wissenschaft und Glauben überwinden. Im 42. Psalm heißt es:

„Und was ist der Weg, der dazu führen wird, Ihn zu lieben und zu fürchten? Wenn ein Mensch Seine großartige und wundervolle Arbeit und Kreaturen betrachtet und so nur einen kleinen Teil Seiner Weisheit, die unvergleichlich und unendlich ist, erhaschen kann, so wird er Ihn sofort lieben, preisen, verherrlichen.“

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