Bangladesch: Islamistenführer hingerichtet


Parteiflagge der Jamaat-e-Islami, Bild: wikimedia.org
Ihm wurden Verbrechen aus dem Jahr 1971 zur Last gelegt: Einer der Anführer der Islamisten-Partei Jamaat-e-Islami ist gehenkt worden. Die UNO hatte die Regierung Bangladeschs vorher aufgefordert, die Todesstrafe nicht zu vollstrecken.


SpON

Ihm wurden Folter, Mord und Entführung im Unabhängigkeitskrieg gegen Pakistan vorgeworfen – jetzt ist einer der Anführer der islamistischen Partei Jamaat-e-Islami in Bangladesch hingerichtet worden. Muhammad Kamaruzzaman sei im Zentralgefängnis der Hauptstadt Dhaka gehängt worden, berichtete der TV-Sender Jamuna unter Berufung auf einen Justizbeamten.

Jamaat-e-Islami kämpfte 1971 gegen die Abspaltung des Landes von Pakistan. Kamaruzzaman gehörte der Al-Badr-Truppe an, der Massenmord, Entführungen, Folter und Vergewaltigungen während des Unabhängigkeitskriegs vorgeworfen werden. Im Mai 2013 war Kamaruzzaman von einem Kriegsverbrechertribunal wegen Folter, Entführung und Mord während des Krieges zum Tode verurteilt worden.

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