Kirche bekennt Mitschuld an NS-Verbrechen in Buchenwald


Eingangstor mit dem Spruch „Jedem das Seine“ – eine Schrift im von den Nazis verfemten Bauhausstil, gestaltet durch den Häftling und Bauhausschüler Franz Ehrlich. Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA 4.0
70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald hat sich die evangelische Kirche in Weimar zu ihrer Mitverantwortung für die Verbrechen der Nationalsozialisten bekannt. Angesichts des Lagers vor den Toren der Stadt hätten „viele evangelische Christen nicht mutig bekannt und benannt“, was mitten im Land und auch ganz in der Nähe geschah, betonte Superintendent Henrich Herbst am Sonntag im Gedenkgottesdienst zum 70. Jahrestag der Lagerbefreiung. Buchenwald wurde am 11. April 1945 von der US-Armee befreit.


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Wenige Tage nach Befreiung hatte der damalige Weimarer Superintendent Richard Kade namens der evangelischen Kirche erklärt, „dass wir keinerlei Mitschuld an diesen Gräueln haben“. Dagegen erinnerte die Kirchgemeinde nun mit ihrem Schuldbekenntnis an den fehlenden Widerstand in der Bevölkerung „angesichts des unsäglichen Leides von Frauen und Kindern, Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten und Christen“ sowie anderen unschuldigen Menschen aus ganz Europa.

Wenn damals Züge ausgemergelter Häftlinge durch Weimar zogen, hätten viele Christen und andere Bewohner der Stadt häufig weggeschaut, hieß es in dem Bekenntnis zum Jahrestag der Befreiung. Buchenwald war mit 250.000 Häftlingen zwischen 1937 und 1945 das größte Konzentrationslager der Nationalsozialisten in Deutschland.

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2 Comments

  1. Dieses Mitteilung ist so armselig und verlogen wie alles, was die EKD und versoffene Knallchargen wie Frau Käsmann produzieren. Versagt haben demnach die kleinen Christen draußen an der Front, nur die religiösen Betreiber des NAZI Terrors war die EKD selber mit ihren tiefbraunen Vorsitzenden. Die heimlichen Ex-Nazis waren nach 1960 noch im Amt und haben 1980 noch „entjudete“ Lieder und Texte des NT gebetet – Heil Schicklgruber

    Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 fundiert auf Forderungen der Anstaltsleiter evangelischer Inneren Missionen wie die Treysaer Erklärung 1931. Direktor Karl Todt der evangelischen Heilerziehungs- und Pflegeanstalt und die Diakonie-Leiter bejubeln das neue Gesetz:
    „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“. Das Gesetz erlaubt Behinderte, Blinde, Taube, Stumme, Epileptiker, Alkoholiker, Homosexuelle und politische Gegner als „schwachsinnig“ wegzusperren wie es Martin Luther und Evangelikale fordern.

    Die Speichellecker der Geld scheissenden Diktatur feiern den NAZI Hitler in höchsten Tönen
    “In Hitler ist die Zeit erfüllt für das Deutsche Volk, denn durch Hitler ist Christus, Gott, der Helfer und Erlöser, unter uns mächtig geworden. Darum ist der Nationalsozialismus positives Christentum der Tat. Hitler ist jetzt der Weg des Geistes und Willens Gottes zur Christuskirche deutscher Nation” (EKD Präses Müller 1934).

    Der evangelische Generalsuperintendent Otto Dibelius schleimt 1933 wohl wissend was kommt: „Die Kirche „kann und darf den Staat nicht daran hindern, mit harten Maßnahmen Ordnung zu schaffen. Sie werden es erleben, dass das, was jetzt in Deutschland vor sich geht, zu einem Ziele führen wird, für das jeder dankbar sein kann, der deutsches Wesen liebt und ehrt. Die Kirche habe weiterhin aber auch „den Wunsch, das Dritte Reich möge bald so gefestigt sein, dass ´die Gewalt nicht mehr nötig ist.“

    Elf evangelische Landesbischöfe gründen 1939 auf der Wartburg voll Stolz ein 200 Mann Institut zur Entjudung des Christentums gegen die „Verseuchung mit jüdischen Ideen“ speziell im AT der Bibel. Der christliche Glaube ist auf rassistische Elemente aus Palästina zu prüfen, jüdisch Minderwertiges ist aus den Kirchen und Texten zu entfernen, ein entjudetes Neues Testament, Katechismus und Gesangsbuch hält die EKD bis etwa 1980 im täglichen Gebrauch.

    Der evangelische Landesbischof und NSDAP Gemosse August Marahrens gelobt noch 1944 nach dem Attentat Hitler seine ewige Treue trotz Morden an Juden und zerbombten Städten: „Wir wiederholen es […], dass wir unzählige Male seit dem Anbruch unseres nationalsozialistischen Staates öffentlich und feierlich erklärt haben: daß wir in Opferbereitschaft und Treue für diesen Staat einzutreten bereit sind. Es ist also bis auf diese Stunde die Verdächtigung politischer Unzuverlässigkeit unbegründet und, von wo aus sie auch versucht werden sollte, nachdrücklich und feierlich abzuweisen“ EKD Präses Wilhelm Mensing-Braun verantwortlich für rassistisch „entjudetes“ NT, Gesangbuch und Katechismus bescheinigt 1960 seinem lieben NAZI Parteigenossen Adolf Eichmann eine „grundanständige Gesinnung, ein gütiges Herz, große Hilfsbereitschaft, er wäre für ihn nicht vorstellbar, dass Eichmann je zu Grausamkeit oder verbrecherischen Handlungen fähig gewesen wäre

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