Sozialethiker: Menschenrechte bleiben „Hausaufgabe der Kirche“


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Die Menschenrechte bleiben eine „dringende Hausaufgabe für die katholische Kirche“: Das hat der Schweizer Sozialethiker Peter Kirchschläger im Gespräch mit „Kathpress“ unterstrichen. Durch eine breite Rezeption des Menschenrechtsdiskurses auch in der Theologie könne die katholische Kirche inzwischen am internationalen Menschenrechtsdiskurs als geachteter Diskurspartner teilnehmen „und aus ihrer Perspektive dazu beitragen“, so Kirchschläger. Der Sozialethiker äußerte sich am Rande des internationalen Symposions „Wirtschaft – Gemeinwohl – Glück“ am Freitagabend an der Universität Wien.


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Gerade mit ihrer Lehre von der Gottebenbildlichkeit könne die Kirche einen wichtigen Beitrag leisten, wenn es um die Frage gehe, warum der Mensch überhaupt Rechte besitze. Zugleich gebe es aber auch blinde Flecken in der kirchlichen Rezeption der Menschenrechte, wies Kirchschläger hin.

Zugleich appellierte der Sozialethiker an die großen multinationalen Konzerne, den Einsatz für die Menschenrechte als ein wertvolles Kapital und „ethischen Referenzpunkt“ zu entdecken: Gerade multinationale Konzerne verfügten über große Reichweite und Macht, sich auch politisch für die Durchsetzung der Menschenrechte einzusetzen. Dies stelle zweifellos eine Gratwanderung dar, stünden doch gerade multinationale Wirtschaftsunternehmen durch Prinzipien der Gewinnmaximierung immer auch im Verdacht, Menschenrechte zu missachten.

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