Türkische Religionsbehörde: Deutschland Vorbild fürs Zusammenleben


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Für den Präsidenten der staatlichen Religionsbehörde Diyanet der Türkei, Mehmet Görmez, hat Deutschland eine Vorbildfunktion für gelingendes Zusammenleben. Daher seien islamophobe Tendenzen besorgniserregend, erklärte er am Samstag zum Auftakt der „Europäischen Woche der segensreichen Geburt des Propheten Mohammed“ in Köln. Die Verbrechen von Extremisten, die auch aus Konflikten im Nahen Osten hervorgegangen seien, könnten nicht europäischen Muslimen zugeschrieben werden.


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Antiislamische Bewegungen gefährdeten den gesellschaftlichen Frieden, sagte Grömez. Umso erfreulicher seien die solidarischen Gegenbewegungen der Kirchen, die ein Beispiel für gegenseitige Achtung und Unterstützung darstellten. Laut Görmez führt eine falsche Vorstellung vom Islam als rein politisches oder juristisches System zu gefährlichen Entwicklungen wie den salafistischen Strömungen.

Alle Muslime und Nichtmuslime sollten gemeinsam daran arbeiten, ein friedliches Zusammenleben zu realisieren, erklärte er. Der Islam blicke auf eine lange historische Erfahrung in gegenseitiger Toleranz zurück. Es gehe nun darum, sich auf diese Tradition zu besinnen und sie zu beleben, sagte Görmez. So stehe dieses Thema auch im Mittelpunkt der diesjährigen europäischen Woche.

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