Nordkorea: Die Vergottung kommunistischen Erbadels


foto: apa/epa/rodong sinmun Bereits mit drei Jahren soll Kim Jong-un Autofahren gelernt haben. Hier sieht man den nordkoreanischen Machthaber bei der Landung eines Leichtflugzeugs
Der nordkoreanische Personenkult nimmt groteske Züge an. Für die Bevölkerung sollen die Mitglieder die Kim-Familie als gottähnliche Wesen erscheinen.


Blog | Fabian Kretschmer|derStandard.at

Kim Jong-un muss ein ziemlicher Frühstarter gewesen sein. Mit gerade einmal drei Jahren lernte er Autofahren. Als Neunjähriger lieferte er sich mit dem ausländischen Chef einer Yachtfirma ein erbittertes Bootsrennen, und auch wenn sämtliche Chancen gegen den kleinen Kim standen, gewann er schlussendlich dennoch. Viele solcher absurden Anekdoten werden nordkoreanische Schüler in Zukunft bald pauken müssen. Laut einem südkoreanischen Fernsehsender stehen sie nämlich in einem neu ausgehändigten Lehrbuch aufgelistet.

Natürlich lässt sich die Meldung nicht mit absoluter Sicherheit verifizieren, doch überraschend wäre sie nicht. Schon über Kim Jong-uns Vater kursieren in der nordkoreanischen Geschichtsschreibung geradezu surreale Fakten: Als Sportsmann höchster Güte soll Kim Jong-il während seiner ersten Bowling-Partie ein perfektes Spiel mit 300 Punkten hingelegt haben. Sogar noch beeindruckender scheinen seine Golf-Skills zu sein: Seine erste Runde beendete er mit 38 Schlägen und sagenhaften fünf Hole-in-ones.

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1 Comment

  1. Politik und Religion als Ausbeutung versagen in Hunderten kommunistisch-sozialistischen Ländern mit Mangel, Elend, Zwangsarbeit und Mord als Kultur. Oft mit religiöser Hilfe werden Unternehmen enteignet, Spitzenjobs mit treuen Genossen besetzt; die Produktion versagt total, Rohmaterial und Ersatzteile werden unbezahlbar, die Banknoten mit vielen NULLEN zum Witz.. Den täglichen Bedarf gibt es nur auf Marken, Menschenketten warten vor leeren Regalen viele Wochen etwa auf Toilettenpapier, Schulen und Ausbildung sind nur Brainwash, die Umwelt verdreckt, marschieren und den grossen Führer bejubeln ist fürs Überleben unverzichtbar.

    Der Despot residiert im Palast mit 500-2.000 Zimmern, sein Familienclan stellt immer neue Rekorde in Korruption und Betrug auf, die Wirtschaft ist bei max. 23.000 %/Jahr Inflation Weltspitze. Wer sich der totalen Diktatur verweigert und auf Verfassungsrechten besteht, der wird mit Hilfe der Religiön und/oder dem Militär betäubt im Meer entsorgt, er verschwindet anonym oder wird gezielt durch Zwangsarbeit vernichtet. Länder wie Myamar, Argentinien, Kroatien, DDR, Cuba, Sowjetrepubliken, Venezuela, Rhodesien, Nord-Korea, Türkei, Iran usw. haben Despoten die einst Zimmermann, Priester, Briefträger usw. lernten und jede Wissenschaft sehr suspekt ist. Technologiegesellschaften mit Mill. Menschen als Demokratien bleiben Despoten unbegreifbar, sie leben mit großem Familienclan abgesichert in einer Phantasiewelt.

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