Kommt eine tschechische Journalistin nach Dresden …


Allein unter Pegida-Anhängern: Die tschechische Journalistin Andrea Votrubová hat sich Dresden von innen angesehen.© Sebastian Kahnert/DPA
Auf dem Dresdner Messegelände konzentrierte sich am Montagabend die deutsche Wut gegen Ausländer. Obwohl ich Ausländerin bin, fühlte ich mich bei der Pegida-Kundgebung zuweilen fast wie ein Star.


Von Andrea Votrubová|stern.de

Die Deutschen haben den Ruf, ein fleißiges und tolerantes Volk zu sein. Weltweit, auch in meiner Heimat Tschechien. Immer wieder hört man Berichte über eine mächtige Kanzlerin, die mit Putin über die Ukraine oder mit dem unberechenbaren Syriza über das Schicksal Griechenlands verhandelt. Deutschland ist ein mächtiges Land. Auf manchen Ebenen der Gesellschaft sieht es aber ganz anders aus. Das habe ich Montagabend gelernt.

Da durfte das erste Mal eine Pegida-Demonstration miterleben. Der niederländische Islamfeind Geert Wilders sprach, dem, wie schon immer, auch manches Mitglied der rechtsextremen Szene lauschte. Aus Sachsen, aber auch anderswoher. Christian Behr spricht über eine gewisse Art von Tourismus. Er ist der Pfarrer der Dresdner Kreuzkirche, deren Mitarbeiter am Ostermontag von zwei Pegida-Anhängern bedroht. Behr kennt sich besser aus.

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