Wie Schweizer auf die Salafisten-Masche reinfallen – und zum Islam konvertieren

«Jesus im Islam» Ein Mitglied des Salafisten-Netzwerks «Jesus im Islam» auf dem Berner Bahnhofplatz Quelle: watson.ch
Eine in Deutschland als extremistisch eingestufte Salafisten-Organisation missioniert in der Schweiz auf der Strasse. Die Aktivisten sind die gleichen wie die der Aktion «Lies!» und stammen aus dem Dunstkreis des Islamischen Zentralrats Schweiz IZRS.


Von Kian Ramezani|Aargauer Zeitung/watson

Die Salafisten glauben fest daran, dass der Islam irgendwann die ganze Welt erobern wird. Wie die ultra-radikalen Muslime dabei vorgehen, war vergangene Woche auf dem Bahnhofplatz in Bern zu beobachten: Mit «Jesus im Islam»-Plakaten auf dem Rücken weckten Jugendliche das Interesse von Passanten und nutzten Jesus als Anknüpfungspunkt für Gespräche mit Gleichaltrigen.

Was viele tatsächlich nicht wissen: Jesus gilt im Islam als Prophet und wird im Koran 93 Mal namentlich erwähnt. Das primäre Ziel der Aktion des Netzwerks «Jesus im Islam» war allerdings nicht das bessere Verständnis zwischen den Religionen. Die christliche Vorstellung Jesu als Sohn Gottes ist in den Augen der Salafisten eine Sünde.

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Turiner Grabtuch: Ansturm auf ein Stück Stoff

Das seit 1578 im Dom von Turin aufbewahrte Leinentuch wird von Gläubigen als das Grabtuch Jesu verehrt© ANSA/DPA
Ab Sonntag werden Hunderttausende Pilger nach Turin strömen. Was sie dort sehen wollen? Ein Tuch. Und zwar das, mit dem Jesus Christus nach seiner Kreuzigung begraben worden sein soll.


stern.de

Das Stück Stoff, das die einen anbeten und die anderen mit großer Skepsis betrachten, ist etwa vier Meter lang und einen Meter breit. Die einen sehen darauf ganz klar den Leichnam von Jesus Christus mit Spuren der Folter. Sie halten den Stoff für das Tuch, mit dem Jesus nach seiner Kreuzigung begraben wurde. Die anderen meinen, das Tuch stamme aus dem Mittelalter und sei nichts anderes als eine Täuschung der Gläubigen.

Roberto Gottardo hat für beide Verständnis, obwohl der Präsident der für das Grabtuch zuständigen Kommission der Diözese Turin dem ersten Lager zugerechnet werden kann. „Jeder, der sich davor stellt, sieht etwas. Nicht weil er wissenschaftlich recherchiert oder weil er gläubig ist. Sondern weil dieses Bild allen etwas sagt. Das ist das Schöne an dem Grabtuch“, sagt er.

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Ökonom: Erste deutsche Islambank wird nicht nur auf Muslime setzen

Bild: arcadia.com.tr
Das erste islamische Geldinstitut mit voller Banklizenz in Deutschland kann nach Expertenansicht nur dann Erfolg haben, wenn es sich auch an nichtmuslimische Kunden richtet.


evangelisch.de

Die Bank müsse mit Produkten überzeugen und die Religion nicht in den Vordergrund stellen, sagte der Essener Volkswirtschaftsprofessor Volker Nienhaus dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dann passe das Konzept durchaus auch zu nicht- oder andersgläubigen Kunden.

Die Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin hatte der Kuveyt Türk Bank Mitte März die Lizenz erteilt. Nienhaus nannte dies einen Durchbruch im deutschen Bankensystem. „Es werden aber jetzt nicht automatisch scharenweise Muslime ihr Geld dort anlegen“, sagte Nienhaus, der auch am „International Centre for Education in Islamic Finance“ in Kuala Lumpur unterrichtet.

Menschenrechtsinstitut: Kirchliche Angestellte vor Gericht benachteiligt

Bild: fis-kirchenrecht.de
Bild: fis-kirchenrecht.de
Die besonderen Rechte kirchlicher Arbeitgeber sorgen immer wieder für Streit. Vor Gericht gewinnen zu oft die Kirchen, kritisiert das Deutsche Institut für Menschenrechte. Es fordert eine bessere Abwägung der Gerichte zugunsten der Beschäftigten.


evangelisch.de

Das Deutsche Institut für Menschenrechte kritisiert den Umgang deutscher Gerichte mit Streitfällen, die das kirchliche Arbeitsrecht betreffen. Das Verhältnis zwischen dem kirchlichen Selbstbestimmungsrecht und den individuellen Menschenrechten der Beschäftigten und Bewerber sollte neu austariert werden, heißt es in einem Positionspapier, das dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Das Menschenrechtsinstitut beklagt, dass Gerichte in der Vergangenheit dem Selbstbestimmungsrecht der Kirchen in der Regel den Vorrang gegeben haben. Die Rechte der Religionsgemeinschaft und der Betroffenen seien insgesamt besser abzuwägen.

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„Immer mehr Menschen lassen sich von mehr als einer Religion inspirieren“

Themenbild.
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Religionswissenschaftler über multireligiöse Identitäten in westlichen Gesellschaften – zum Beispiel buddhistische Christen und buddhistische Juden.

Viola van Melis Zentrum für Wissenschaftskommunikation

Exzellenzcluster „Religion und Politik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Immer mehr Menschen lassen sich nach Untersuchungen von Religionswissenschaftlern von mehreren Religionen inspirieren. „Waren die westlichen Gesellschaften in der Vergangenheit noch weitgehend monoreligiös, nehmen sie inzwischen zunehmend multireligiöse Gestalt an“, sagte der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ am Dienstagabend in Münster. Ein empirisch gut belegter Fall für multireligiöse Identitäten im Westen seien buddhistische Christen und buddhistische Juden, so der Forscher. „Als wichtiges Motiv für diese Doppelidentität lässt sich herausfiltern, dass der Buddhismus vielfältige Meditationsformen bewahrt hat, während dem westlichen Christentum seine eigene kontemplative und mystische Tradition in der Moderne weitgehend abhandengekommen ist.“

Multireligiöse Identitäten seien keine Seltenheit mehr, unterstrich der Forscher in der Ringvorlesung „Transfer zwischen Religionen“ des Exzellenzclusters und des Centrums für religionsbezogene Studien (CRS). Er verwies auch auf Erhebungen wie den Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung: „So stimmten 71 Prozent der Menschen in Indien, 32 Prozent in den USA und 22 Prozent in Deutschland dem Satz zu, dass sie auf Lehren verschiedener religiöser Traditionen zurückgreifen.“ Als Beispiel nannte er die Schriften des Dalai Lama, die für viele protestantische oder katholische Christen ebenso eine spirituelle Quelle seien wie die des Benediktinerpaters und Buchautors Anselm Grün. „Es gibt keineswegs nur eine fundamentalistische Abgrenzung gegenüber allen fremden religiösen Einflüssen, wie angesichts aktueller Religionskonflikte vermutet werden könnte, sondern auch die umgekehrte Entwicklung zur Herausbildung multireligiöser Identitäten“, sagte der Wissenschaftler. Im Vergleich zu früher stünden heute viel mehr Menschen die schriftlichen Quellen unterschiedlichster Religionen offen.

Genaue statistische Angaben zur religiösen Mehrfachzugehörigkeit lassen sich dem Forscher zufolge nicht machen, da viele Staaten bei der Erhebung von Bevölkerungsdaten – im Unterschied zu beispielsweise Japan – bei der Frage nach Religionszugehörigkeit nur eine Antwort zulassen oder nur enge Zugehörigkeitsformen als Kleriker oder Angestellter einer religiösen Institution erfassen.

„Durch den Buddhismus neue Wahrheiten erkannt“

Mit Blick auf buddhistische Christen und buddhistische Juden stellte der Forscher unterschiedliche Grade der Zugehörigkeit fest. „Neben einer Vielzahl an Christen und Juden, die sich unterschiedlich stark durch den Buddhismus beeinflussen lassen, gibt es die kleine Gruppe der Double Belonger, die ganz bewusst und gezielt eine buddhistische Doppelidentität leben“, so Prof. Schmidt-Leukel. Unter den buddhistischen Christen seien sogar Gläubige, die beiden Religionsgemeinschaften offiziell angehörten.

Als Beispiele nannte er Persönlichkeiten wie den sri-lankischen Jesuit Aloysius Pieris, die anglikanische Nonne Sister Ruth Furneaux, die US-Religionswissenschaftlerin Sally King, die sowohl Zen-Buddhistin als auch Mitglied der Quaker ist, sowie Zen-Buddhist und Jude Norman Fischer. Sie alle hätten persönlich oder teils institutionell zwei Religionen angenommen. Das Buch „Without Buddha I Could not be a Christian“ (Ohne Buddha könnte ich kein Christ sein) des katholischen Theologe Paul Knittler sei in den USA lange ein Bestseller gewesen.

Viele Christen, die sich auf den Buddhismus einließen, hätten die Erfahrung gemacht, „dass sie durch die buddhistischen Augen neue Wahrheiten erkannten und alte Wahrheiten in neuem Licht sahen“, so der Religionswissenschaftler. Das sei neben den Meditationsformen ein weiteres wichtiges Motiv für eine buddhistisch-christliche Doppelidentität. Den Menschen gehe es aber nicht um eine Fusion buddhistischer und christlicher Elemente, sondern um „deren spannungsvolle Integration“. Menschen, die mit mehr als einer Religion leben, gehen demnach davon aus, „dass sich existentiell wegweisende Wahrheit nicht nur in einer religiösen Tradition findet und dass sich die Einsichten und Erfahrungen der verschiedenen Religionen einander ergänzen, bereichern und korrigieren können, auch wenn dies keineswegs immer leicht ist.“

„Buddhistisches Judentum aus dem Holocaust verstehen“

Auch jüdische Theologen stellen dem Vortrag zufolge Bezüge zwischen Buddhismus und jüdischer Mystik her, so, wie christliche Theologen sich von der buddhistischen Meditation eine Wiederbelebung der mystischen Traditionen erhofften. Dabei könne das Verhältnis von Judentum und Buddhismus nur vor dem Hintergrund der „im Holocaust gipfelnden jüdischen Leidensgeschichte“ verstanden werden. „Für viele Juden bietet der Buddhismus mit seiner Fokussierung auf das Thema Leid eine echte Hilfe.“

Historisch gesehen, ist die Verbindung und Mischung unterschiedlicher religiöser Ideen und Praktiken Prof. Schmidt-Leukel zufolge nicht neu. Es gebe sogar gute Gründe für die Einschätzung, dass alle großen Religionen aus synkretistischen Prozessen, also der Verbindung verschiedener religiöser Einflüsse, hervorgegangen seien und sich im Laufe ihrer Geschichte dadurch weiterentwickelt hätten. „In der Moderne sieht es jedoch ganz danach aus, als ob die stark wachsende religiöse Pluralisierung aller Gesellschaften synkretistische Prozesse besonders befördert.“

Der Vortragstitel lautete „Warum nur mit einer Religion leben? Anmerkungen zum Phänomen multi-religiöser Identität“. Am Dienstag, 21. April, spricht Sinologe Prof. Dr. Joachim Gentz aus Edinburgh über „Das Große Dao ist ohne Form, ohne Wesen und ohne Namen“. Es geht um Transfer im regulierten Pluralismus Chinas. Der Vortrag beginnt um 18.15 Uhr im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses am Domplatz 20-22.

Am Exzellenzcluster werden Transfer-Phänomene seit 2012 im Forschungsfeld „Integration“ untersucht. Prof. Schmidt-Leukel leitet am Exzellenzcluster das Projekt C2-16 „Interreligiöse Theologie“. Die Themen der neuen Ringvorlesung reichen vom christlich-muslimischen Dialog im Nahen Osten bis zur die christlichen Kabbala. Auf dem Programm stehen auch der Kulturaustausch zwischen Juden, Christen und Muslimen durch Buch und Bild im Mittelalter, der Reliquientransfer zwischen dem östlichen und dem westlichen Christentum und die Rezeption hinduistischer Konzepte im Westen und umgekehrt.

Weitere Informationen:

http://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/aktuelles/2015/apr/PM_Immer_haeu…


Vatikan plant strengere Regeln gegen Vertuschung von Missbrauch

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Der Vatikan bereitet strengere Regeln für den Umgang mit Bischöfen vor. Sie sollen Kindesmissbrauch durch Priester nicht mehr vertuschen können.


Blick.ch

Sein Vorhaben diskutierte Papst Franziskus gestern mit Kardinälen in seinem Beraterstab. Demnach beanstandeten die Kardinäle, dass die bisherigen Regeln «nicht genügen klar» seien. Dies teilte Vatikansprecher Federico Lombardi am späten Abend bei einer Pressekonferenz mit.

Opferverbände werfen dem Vatikan vor, nicht genügend gegen Bischöfe zu unternehmen, die Kindesmissbrauch durch Geistliche ignorieren. So wurden Priester, die sich an Kindern vergingen, bisher einfach in andere Gegenden oder auf andere Posten versetzt.

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„Islamischer Staat“: Deutsche foltern für Terrormiliz

© Screenshot Youtube Vergrößern Der deutsche Islamist in einem Propaganda-Video des „Islamischen Staats“.
Auch deutsche Dschihadisten sollen für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien als Gefängniswärter und Folterer tätig sein. Dabei ahmen sie vor allem die Foltermethoden des amerikanischen Geheimdienstes CIA nach.


Frankfurter Allgemeine

Bei der IS-Terrormiliz in Syrien sollen einem Medienbericht zufolge auch deutsche Mitglieder Gefangene brutal misshandelt und gefoltert haben. Diesem Verdacht gehe der Generalbundesanwalt nach, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Nach Recherchen der Zeitung sowie von NDR und WDR stützen sich die Ermittlungen auf die Aussagen eines 27 Jahre alten Deutschen. Er habe bis vergangenen Juni selbst in verschiedenen Gefängnissen des IS gesessen. Dann sei er unter bisher ungeklärten Umständen freigekommen.

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Bewusstlos geschlagen, Kopftuch heruntergerissen, wie eine Täterin behandelt

Gewalt gegen Frauen (Symbolfoto) © NTLam auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Eine muslimische Studentin wird auf offener Straße vermutlich Opfer eines islamfeindlichen Angriffs: als sie zu sich kommt, liegt sie bewusstlos auf dem Boden, ihr Kopftuch heruntergerissen, ihre Kleider mit Alkohol überschüttet. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, nur nicht nach rechts.


Von Ekrem Şenol|MiGAZIN

Eine Kernempfehlung des NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag lautet: Bei Gewaltkriminalität sollen Ermittlungsbehörden genau prüfen, ob die Tat einen rassistischen oder politischen Hintergrund hat. Dies vor allem dann, wenn das Opfer Merkmale aufweist, die in rechten Szenen verhasst sind. Außerdem müssen von Opfern oder Zeugen angegebene Motive von den Ermittlern aufgenommen und berücksichtigt werden.

Dass diese Empfehlung bisher kaum Eingang in die Praxis gefunden hat, zeigt der Fall einer 21-jährigen Maschinenbaustudentin in Kaiserslautern. An einem Montagnachmittag verabschiedet sich Leyla (Name geändert) von ihrer Uni-Freundin und macht sich auf den Heimweg. An den Rest kann sie sich nur noch lückenhaft erinnern.

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Deutlicher Vogelschwund in Fukushima

Rauchschwalben waren um Fukushima einst häufig, heute gibt es sie dort kaum noch © Lip Kee/ CC-by-sa 2.0
Kein Zwitschern mehr: Vier Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima zeigen sich deutliche Folgen in der Vogelwelt der Region. Die Zahl der Singvögel im Sperrgebiet ist stark geschrumpft, einige einst häufige Arten sind fast ganz verschwunden. Der Rückgang ist klar dosisabhängig und hat sich trotz sinkender Radioaktivität in den letzten Jahren sogar noch verstärkt, wie die Forscher im Fachmagazin „Journal of Ornithology“ berichten.


scinexx

Atomkatastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima hinterlassen ihre Folgen nicht nur bei den Bewohnern der betroffenen Regionen, auch die Natur verändert sich. Wie vor allem Tiere mit den erhöhten Strahlendosen zurechtkommen, ist bisher nur in Teilen untersucht. So scheinen sich einige Vögel im Sperrgebiet von Tschernobyl inzwischen an die Radioaktivität angepasst zu haben. Ob dies aber grundsätzlich gilt und wie Vogelpopulationen in den ersten Jahren nach einer solchen Verseuchung reagieren, war bisher unklar.

Um das zu ändern, haben Tim Mousseau von der University of South Carolina und seine Kollegen seit dem Atomunglück von Fukushima im April 2011 jedes Jahr im dortigen Sperrgebiet eine Reihe von Vogelzählungen durchgeführt. Zusätzlich analysierten sie Blutproben einiger Vogelarten, um festzustellen, welche physiologischen Folgen die erhöhte Strahlung für die Tiere hatte. Jetzt haben sie ihr erstes Fazit in mehreren Publikationen veröffentlicht.

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Autonome Waffensysteme

Abschuss einer Drohne. Bild: US Navy
Die US Navy präsentiert erste Schritte zu Schwärmen von autonomen Kampfdrohnen, während in Genf bei den Vereinten Nationen über ein Verbot von autonomen Waffensysteme diskutiert wird


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Das Office of Naval Research (ONR) der US Navy hat seine Entwicklung einer Technik vorgestellt, mit der ein Schwarm von Drohnen von einem Schiff abgeschossen werden kann, um angreifende Drohnen unschädlich zu machen. Mit dem Programm Low-Cost UAV Swarming Technology (LOCUST) will die Navy den Soldaten eine „entscheidende taktische Überlegenheit“ zur Verfügung stellen. Der Drohnenschwarm soll von Schiffen, Fahrzeugen, Flugzeugen und verschiedenen unbemannten Systemen starten können.

Vorgeführt mit einem Video wurden Tests, bei denen Coyote-Drohnen verschiedene Geräte mit sich führten, in einer anderen Demonstration flogen neun Drohnen autonom und synchronisiert. Damit seien die ersten Schritte gemacht worden, um nächstes Jahr einen Prototypen zu erproben. Von einer Art Kanone sollen dann in schneller Folge bis zu 30 Drohnen in einer Minute gestartet werden. Wenn sie sich in der Luft befinden, sollen sie ihre Flügel entfalten und über einen Zeitraum von 90 Minuten fast ohne menschliche Steuerung Manöver und simulierte Aufgaben ausführen. Letzten Sommer hatte ONR im Rahmen von LOCUST 13 Robotboote in einem Schwarm auf dem James River in Virginia vorgeführt. Sie führten einige Aufgaben aus, die erforderlich wären, um ein Schiff vor einer Bedrohung zu schützen.

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Kirchenlieder in Klasse: Eltern bei VwGH abgeblitzt

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Beschwerdeführer wollen nun zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte


derStandard.at

Jene Eltern, die sich über das Singen von religiösen Liedern zur Erstkommunionsvorbereitung im „normalen“ Unterricht an einer Volksschule beschwert hatten, sind vor dem Verwaltungsgerichtshof (VwGH) abgeblitzt, bestätigte das Höchstgericht. Zuvor hatten bereits das Bundesverwaltungsgericht und der Verfassungsgerichtshof (VfGH) die Beschwerde abgelehnt.

In der Volksschule im Bezirk Tulln fand die Erstkommunionsvorbereitung zum Teil im Musikunterricht statt. Dagegen hatten sich Eltern einer konfessionslosen Tochter gewehrt und waren – trotz gegenteiliger Meinung des Leiters der Rechtsabteilung, der daraufhin versetzt wurde – zunächst beim Landesschulrat als auch später beim Bundesverwaltungsgericht gescheitert. Letzteres hatte die Beschwerde „mangels eines zulässigen Anfechtungsgegenstandes als unzulässig zurückgewiesen“. Der VfGH lehnte die Behandlung der Beschwerde ab, da von ihr „die Klärung einer verfassungsrechtlichen Frage nicht zu erwarten ist“.

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Bayern prangert Verharmlosung linker Gewalt an

CSU-Logo Wildbad Kreuth
CSU-Logo Wildbad Kreuth
Bayerns Innenminister sieht den Schutz von Flüchtlingen vor Neonazis als höchste Priorität. Zugleich wirft Joachim Herrmann der Linkspartei und Teilen der Grünen vor, linksextreme Gewalt zu übersehen.


Von Manuel Bewarder, Karsten Kammholz|DIE WELT

Die Welt: Herr Herrmann, die Zahl der Einbruchsdelikte steigt in Bayern überdurchschnittlich an. Wie ist das zu erklären?

Joachim Herrmann: Es stimmt, die Einbruchszahlen sind stark gestiegen, allerdings von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend. Wir bleiben das Land mit dem höchsten Sicherheitsniveau. Klar ist aber auch: Unser Land ist für Diebesbanden sehr attraktiv, vor allem aus Süd- und Südosteuropa.

Die Welt: Was ist zu tun?

Herrmann: Wir nehmen die Entwicklung sehr ernst. Viele Einbruchsopfer sind auch emotional angegriffen, weil sie sich in ihrem Sicherheitsgefühl tief verletzt fühlen. In Bayern haben wir die Polizeipräsenz auch mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei in betroffenen Wohngebieten verstärkt. Und jede einzelne Polizeidienststelle hat den Auftrag, die Bürger zu beraten, wie sie ihre Häuser besser sichern können.

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Botschafter: Türkei will Beziehungen zum Vatikan nicht abbrechen

Die Türkische Nationalversammlung "Der Souverän ist ausnahmslos das Volk" (Mustafa Kemal Atatürk) © meclishaber.gov.tr, bearb. MiG
Die Türkische Nationalversammlung „Der Souverän ist ausnahmslos das Volk“ (Mustafa Kemal Atatürk) © meclishaber.gov.tr, bearb. MiG
«Wir wollen unsere Botschaft nicht schließen», sagte der türkische Botschafter beim Heiligen Stuhl, es sei klar, dass die Aussage des Papstes Auswirkungen auf das türkisch-vatikanische Verhältnis habe.


kath.net

Die Türkei will ihre diplomatischen Beziehungen zum Vatikan trotz des scharfen Protests gegen die Äußerung von Papst Franziskus über den Völkermord an den Armeniern aufrechterhalten. «Wir wollen unsere Botschaft nicht schließen», sagte der türkische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Aydin Adnan Sezgin, der italienischen Tageszeitung «Il Messaggero» (Mittwoch) in einem Interview. Es sei klar, dass die Aussage des Papstes Auswirkungen auf das türkisch-vatikanische Verhältnis habe, so der Diplomat. Es gebe jedoch auch weiterhin Raum, um «der Diplomatie neuen Atem zu geben». Der Papst hatte die Verfolgung der Armenier im Osmanischen Reich am Sonntag in einer Gedenkmesse als «ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts» bezeichnet.

Verfassungsschutz baut Internetüberwachung aus

BfV-Dienstgebäude in Köln. Bild: Bundesamt für Verfassungsschutz
Ziel ist die schnelle Analyse großer Datenmengen trotz des „stetig zunehmenden Kommunikationsverhaltens“ und der „Nomadisierung“ des Nutzungsverhaltens, um Kommunikationsnetze und Bewegungsprofile zu erstellen.


Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beabsichtigt den Aufbau einer Einheit „Erweiterte Fachunterstützung Internet“ (EFI). Vorgesehen sind dafür, wie aus einem Konzept des BfV hervorgeht, das Netzpolitik zugespielt wurde und veröffentlicht hat, 6 Referate mit 75 Vollzeitstellen. Bereits im Juni 2014 berichteten Medien über die neue Einheit, mit deren Aufbau im April 2014 begonnen wurde.

Das BfV erachtet angesichts „der sich verändernden Kommunikationsformen und -medien im Internet … in Bezug auf die Informationssammlung und -auswertung eine strategische und organisatorische Neuaufstellung“ als erforderlich. Dazu soll die „Telekommunikationsüberwachung von internetgestützter Individualkommunikation nach dem Artikel-10-Gesetz“ verbessert und ausgebaut werden. Zudem sollen neue Methoden und Maßnahmen zur Datenauswertung entwickelt werden, die eine „Einordnung in einen komplexen Rechtsrahmen, ohne dass G-10 einschlägig ist“.

Nach Netzpolitik.org dient die neue Einheit der Entwicklung eines Systems der automatisierten Massendatenauswertung, obgleich der BfV nur Einzelpersonen überwachen darf. Die Auswertung soll unter den Voraussetzungen der Verschlusssachenanweisung auswerten, um „bislang unbekannte und nicht offen erkennbare Zusammenhänge zwischen einschlägigen Personen und Gruppierungen im Internet festzustellen“.

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Religiotie:Kinder brauchen Religion

Themenbild.Bild: katholisches.info
Themenbild.Bild: katholisches.info
Was brauchen Kinder, um glücklich aufzuwachsen und zu starken, konflikt- und liebesfähigen Erwachsenen zu werden? Brauchen sie Religion?


evangelisch.de

Die einen meinen, Kinder benötigen neben Nahrung, Unterkunft und Kleidung vor allem Zeit, verlässliche Beziehungen und klare Grenzen. Anderen steht das Bedürfnis nach Bewegung, Bildung, Liebe und Zuneigung vor Augen. Danach, ob Kinder auch religiöse Erziehung und Antworten auf die Frage, was denn dem Leben Sinn gibt, brauchen, wird nicht oft gefragt. Religiöse Erziehung und gar die Bibel rangieren selten an vorderster Stelle, wenn es um Kindererziehung geht.

‚Mein Kind soll das später selbst entscheiden‘, sagen viele Eltern. Aber mit dieser vorgeblichen Neutralität treffen Eltern bereits eine wichtige Vor-Entscheidung: Wo Religion und Glaube nicht vorkommen, wird vermittelt, dass diese Dimensionen des Lebens unwichtig sind. „Wie soll jemand entscheiden, ob ihm der Glaube schmeckt, wenn er ihn nie vorher gekostet hat?“, fragt der Theologe und Erziehungswissenschaftler Fulbert Steffensky.

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Theologe Spaemann: Papst Franz hat chaotische Amstführung

Robert.SpaemannDer Philosoph Robert Spaemann hat Papst Franziskus eine «chaotische» Amtsführung und theologisches Desinteresse vorgeworfen.


kath.net

Der Philosoph Robert Spaemann hat Papst Franziskus eine «chaotische» Amtsführung und theologisches Desinteresse vorgeworfen. «Das Gefühl des Chaos wird man nicht ganz los», sagte Spaemann der Freiburger «Herder Korrespondenz». Er habe den Eindruck, dass der Papst nicht viel lese und mit Theologie nicht viel im Sinn habe, so Spaemann. Er sprach von einer ambivalenten Bilanz des bisherigen Pontifikats.

So stehe der Papst für eine traditionelle Frömmigkeit, etwa wenn er vor dem Teufel warne, und trete autoritär auf. Die Vorbereitung der für Herbst geplanten Familien-Synode sei «irritierend», weil der Papst einseitig Partei ergreife, kritisierte Spaemann. Es werde sich erst in Zukunft zeigen, ob «Franziskus‘ Art als ein Aufbruch wahrgenommen wird – oder als ein Ausrutscher».

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Pressefreiheit: Spott über Gott?

Scheren im Kopf? Journalisten und Experten aus verschiedenen Ländern und Kulturen diskutierten über Gefährdungen der Pressefreiheit in Zeiten des Terrors Foto: pro/Schramm
Meinungsfreiheit ist ein universelles Menschenrecht. Aber wo liegen ihre Grenzen? Sollte man wirklich alles sagen, was juristisch erlaubt ist? Darüber haben am Dienstag Journalisten und Experten aus verschiedenen Ländern und Kulturen in Berlin diskutiert.


pro Medienmagazin

Millionen Menschen gingen Anfang Januar in Europa aus Solidarität mit den Opfern des Terroranschlags auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo in Paris auf die Straßen. Das blutige Massaker galt vielen als Angriff auf die universellen Rechte der Presse- und Meinungsfreiheit. Zeitgleich demonstrierten in anderen Teilen der Welt viele Menschen gegen eine vermeintlich nicht hinnehmbare Verunglimpfung ihres Glaubens durch Karikaturen wie die von Charlie Hebdo.

Nach dem Pariser Terroranschlag stellt sich die Frage, ob man alles sagen und schreiben sollte, was juristisch erlaubt ist. Wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit? Antworten auf diese Fragen suchten die Gäste einer Podiumsdiskussion mit dem Titel: „Spott über Gott. Gefährdung der Pressefreiheit in Zeiten des Terrors“, zu der die Friedrich-Naumann-Stiftung, Reporter ohne Grenzen (ROG) und Die Welt am Dienstagabend ins Axel-Springer-Haus in Berlin eingeladen hatten.

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Christliches Totengedenken schließt auch schuldig Gewordene ein

Bild: ADL
Bild: ADL
Christliches Totengedenken schließt auch jene mit ein, „von denen man weiß oder vermutet, dass sie schuldig geworden sind oder Verbrechen begangen haben“: Darauf wies der katholische Militär-Ordinariatskanzler und Bischofsvikar Harald Tripp bei einer Tagung in der Landesverteidigungsakademie am Dienstag in Wien hin. Gerade die offenkundige Schuld könne ein Grund sein, Gott in besonderer Weise um Barmherzigkeit zu bitten. Beim christlichen Totengedenken geht es nach den Worten Tripps nicht um eine Ehrung bestimmter wichtiger Verstorbener und auch nicht um „politische Positionierung“. Diesbezügliche Missverständnisse gelte es zu vermeiden, plädierte der Vertreter der Militärdiözese für eine offene und öffentliche Diskussion.


kathweb

Tripp äußerte sich bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen einer Veranstaltung des Instituts für Religion und Frieden unter dem Titel „Kriege richtig erinnern? Aktuelle Fragen religiöser und militärischer Gedenkkultur“.

Wie alle Menschen gedenken Christen zunächst der Toten, die sie gekannt und geliebt haben bzw. denen sie zu Dank verpflichtet sind, sagte Tripp laut einer Aussendung der Militärdiözese. Zugleich sei christliches Gedenken aber immer auf alle Toten hin offen, „weil aus christlicher Sicht alle Menschen eine Familie bilden und Gott der Gott aller Menschen ist“.

Zur jüngsten Entfernung der umstrittenen Gedenktafel an Alexander Löhr in der Wiener Stiftskirche im vergangenen Herbst sagte Tripp, dass der gesamte Eingangsbereich unter Einbeziehung der Militärseelsorge und namhaften Historikern neu gestaltet werde.

Anpassung an herrschende Ideologie

Der orthodoxe Militärseelsorger Alexander Lapin verwies in der Diskussion auf die große Gefahr der Vereinnahmung des Totengedenkens durch Politik und Ideologie. Wie umkämpft dieses Thema sei, zeigten die Zerstörung von Denkmälern, die nicht zur aktuell herrschenden Ideologie passen. Denkmäler würden oft auch mit politischen Symbolen aufgeladen.

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Terrified ‘Tea Party Patriot’ realizes he could lose Obamacare if GOP wins in 2016

Video blogger James Webb (YouTube)
A conservative video blogger with over a million views on YouTube said this week that he would likely vote for Democratic presidential candidate Hillary Clinton because he was terrified that a Republican president would take away his affordable health insurance


By David Edwards|Raw Story

James Webb, a 51-year-old YouTube celebrity who devotes his “Hot Lead” channel to topics like his love of guns and ranting about gay men kissing on The Walking Dead, may have shocked his viewers on Monday when he revealed that he was torn over which party to vote for in the 2016 election.

“And I’m serious because I asked myself, ‘Which party has helped me out the most in the last, I don’t know, 15 years, 20?’ And it was the Democrat [SIC] Party,” Webb lamented. “If it wasn’t for Obama and that Obamacare, I would still be working.”

“With Obamacare, I got to retire at age 50 because if it wasn’t for Obamacare, I would have had to work until I was 65 and get on Medicare because health insurance is expensive when you’ve got medical problems,” he continued.

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Israels Staatspräsident erneuert Wille zum Schutz der Christen

Bild:  phhesse/flickr
Bild: phhesse/flickr
Der israelische Präsident Reuven Rivlin ist am Sitz des griechisch-orthodoxen Patriarchats in der Altstadt von Jerusalem aus Anlass des Osterfestes mit den Oberhäuptern der christlichen Kirchen im Heiligen Land zusammengetroffen und hat dabei den Willen zum Schutz der Christen erneuert. Dies berichtete die vatikanische Nachrichtenagentur „Fides“ am Mittwoch. Es handelte sich um den ersten Besuch eines israelischen Präsidenten bei den Oberhäuptern der christlichen Kirchen seit einem parallelen Schritt von Präsident Yitzhak Navon vor mehr als 30 Jahren.


kathweb

Der griechisch-orthodoxe Patriarch Teophilos III. machte Präsident Rivlin mit den Oberhäuptern der christlichen Kirchen – mit dem lateinischen Patriarchen Fouad Twal an der Spitze – bekannt. In seiner Begrüßungsansprache dankte der griechisch-orthodoxe Patriarch dem Präsidenten ausdrücklich für dessen Verurteilung der Angriffe auf religiöse Stätten – darunter auch christliche – in Israel in den vergangenen Monaten. In seiner Antwort betonte Rivlin wörtlich: „Solche Schandtaten dürfen sich weder auf dem Berg Zion noch auf dem Ölberg, weder gegen Synagogen noch gegen Moscheen oder Kirchen ereignen“.

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