Deutsche Studie: Zufriedene Seelsorger mit Zölibatsproblemen


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Katholische Seelsorger in Deutschland sind mit ihrem Leben zufriedener als der Durchschnitt der Bevölkerung. Jeder dritte Priester empfindet den Zölibat jedoch als belastend für seinen Dienst, wie eine am Donnerstag in Berlin vorgestellte Studie ergab. Für die bundesweit erste derartige Untersuchung befragte eine Forschergruppe um den Münchner Jesuitenpater Eckhard Frick rund 8.600 Priester und Diakone sowie Pastoral- und Gemeindereferenten.


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Die Umfrage ergab, dass die „Lebenszufriedenheit“ der Priester mit der von Menschen in anderen akademischen Berufen vergleichbar ist. Wesentlich dafür seien Identifikation mit dem Beruf sowie Zufriedenheit in der zölibatären Lebensform oder Partnerschaft, ein unterstützendes soziales Umfeld und positive spirituelle Erfahrungen.

Burnout-Symptome seien eher niedriger als in vergleichbaren Berufsgruppen wie Ärzten, Lehrern und Sozialarbeitern. Allerdings hätten 25 Prozent der Seelsorger eine erhöhte Stressbelastung mit leichter Burnout-Gefährdung, 14 Prozent seien von ihrer Arbeit überfordert und hätten eine erhöhte Burnout-Gefahr. Jeder vierte Priester weise erhöht depressive Symptome auf.

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