Die Evolution wiederholt sich doch


Evo-Devo oder: Der gelenkte ZufallWieso suchen seit 250 Millionen Jahren immer wieder Landbewohner den Weg zurück ins Meer, und warum ähneln sie sich am Ende so sehr? Die Antwort auf diese Rätsel, behauptet eine aktuelle Studie, sei auch aktuell von Relevanz.


Von Frank Patalong|SpON

Die Evolution, wird oft behauptet, verläuft immer anders. Tatsächlich findet sie neue Lösungen, wenn das gebraucht wird. Doch gar nicht einmal so selten wählt sie auch bewährte Pfade, wenn sich das anbietet, wie eine aktuelle, im Fachblatt „Science“ veröffentlichte Studie eindrucksvoll zeigt: Diese sogenannte konvergente Evolution, ist häufiger, als man vermutet. Entwicklungen laufen dabei unabhängig voneinander ab, finden aber mehr oder minder identischen Lösungen.

So wie beim Myoglobin, das mit Lungen atmendenden Wirbeltieren lange Aufenthalte unter Wasser erlaubt: Es bindet Sauerstoff und gibt ihn sukzessive an das Muskelgewebe ab.

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1 Comment

  1. Myoglobin ist IMO kein gutes Beispiel für konvervente Evolution. Myoglobin ist „alt“ (deshalb weit verbreitet). Myoglobin funktioniert. Die genetischen Informationen müssen nicht neu erfunden werden, sie müssen nur anders ausgewertet werden, um mehr (oder weniger) Myoglobin zu bilden, je nachdem, ob was im Rahmen der Lebensumstände sinnvoll ist.

    Wenn es kein Vorläufermolekül gäbe und dasselbe oder ein ähnliches sich unabhängig evolutiv entwickelt hätten, dann… Aber so? Too few evidence.

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