Extrem starkes Magnetfeld am Ereignishorizont


Künstlerische Darstellung eines Schwarzen Lochs © ESO/L. Calçada
Magnetisierendes Massemonster: Astronomen haben an einem supermassereichen Schwarzen Loch ein extrem starkes Magnetfeld aufgespürt. Es stellt alle bisher im Zentrum einer Galaxie gemessenen Felder in den Schatten, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Der neue Fund könnte dabei helfen Struktur und Entstehung von Schwarzen Löchern zu verstehen – und wieso manche Materie ihnen entkommt.


scinexx

Supermassereiche Schwarze Löcher, oft mit dem Millionen- oder sogar Milliardenfachen der Sonnenmasse, befinden sich im Herzen nahezu aller Galaxien im Universum. Manche dieser Schwarzen Löcher, wie das im Zentrum der Milchstraße, sind wenig aktiv. Andere – sogenannte Quasare – verschlingen gewaltige Mengen an interstellarem Gas, das sie in Form einer Akkretions-Scheibe umgibt.

Magnetfelder als Ursprung der Jets?

Während der größte Teil der Materie vom Schwarzen Loch vertilgt wird, kann ein kleiner Teil entkommen, und wird in Form von zwei stark gebündelten Materiestrahlen, sogenannten Plasma-Jets, in den Weltraum geschleudert. Diese Jets senden starke elektromagnetische Strahlung in verschieden Wellenlängenbereichen aus. Auf welche Weise die Jets entstehen, ist noch nicht ausreichend verstanden, obwohl Forscher den Magnetfeldern nahe dem Ereignishorizont eine entscheidende Rolle in diesem Prozess zuschreiben.

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