Erdoğan will Papst strafen und Hagia Sophia in Moschee umwandeln


Mit seinen Äußerungen könnte Papst Franziskus den Moschee-Befürwortern in die Hände gespielt haben. (Foto: Flickr/ Hagia Sophia, Istanbul at dusk by David Spender CC BY 2.0)
Papst Franziskus hat die Vorfälle des Jahres 1915 als ersten Genozid des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Diese Einschätzung könnte jetzt die Wiedereröffnung der berühmten Hagia Sophia als Moschee beschleunigen. In den Reihen der Bürger und der Politik gibt es seit Jahren Bestrebungen in diese Richtung.


Deutsch Türkische Nachrichten

Forderungen, die weltbekannte Hagia Sophia wieder zur Moschee zu machen, sind in der Türkei nicht neu. Jetzt könnte jedoch ausgerechnet das Oberhaupt der Katholischen Kirche diese mit seiner Einschätzung der Ereignisse von 1915 befeuert haben. Zuletzt beschäftigte sich das türkische Parlament im Jahr 2013 mit einem entsprechenden Antrag auf Nutzungsänderung.

„Ich glaube ehrlich gesagt, dass die Bemerkungen des Papstes den Prozess, die Hagia Sophia, für die Anbetung wieder zu eröffnen, nun beschleunigen werden“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet den Mufti von Ankara, Professor Mefail Hızlı. Hızlı zufolge hätte die Aussage des Papstes die „moderne Couleur der Kreuzzüge“ gehabt, die in diesen Ländern seit Jahrhunderten geführt würden. Diese Länder seien jedoch seit langem die „Fahnenträger“ der muslimischen Welt, was viele Feinde, sowohl innerhalb als außerhalb des Landes sowie Angriffe mit verschiedenen Methoden bedeuten würde.

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