Dunkle Materie womöglich doch nicht so „dunkel“ wie gedacht


foto: eso/r. massey Diese „Hubble“-Aufnahme zeigt den Galaxienhaufen Abell 3827. Die bläulichen Strukturen, die die zentralen Galaxien des Clusters umgeben, sind Gravitationslinsenabbilder einer weiter entfernten Hintergrundgalaxie. Die Verteilung der Dunklen Materie ist mit blauen Konturen nachgezeichnet. Der Klumpen Dunkler Materie, der zur Galaxie links gehört, hat sich gegenüber der Position der Galaxie signifikant verschoben, was darauf hindeutet, dass Wechselwirkungen bislang unbekannter Art der Dunklen Materie mit sich selbst stattfinden könnten.
Astronomen finden Hinweis darauf, dass Dunkle Materie mit sich selbst wechselwirkt


derStandard.at

Sie macht den überwiegenden Teil der Masse im Universum aus, und doch ist Dunkle Materie unsichtbar und allenfalls durch ihre gravitative Wirkungen nachzuweisen – zumindest war dies die bislang gängige Annahme. Nun aber haben britische Astrophysiker bei einer Kollision von vier Galaxien Hinweise darauf entdeckt, dass Dunkle-Materie-Teilchen einander auch durch eine andere schwachen Kraft beeinflusst.

Nach dem gegenwärtigen Verständnis befinden sich alle Galaxien innerhalb von Klumpen Dunkler Materie. Ohne die anziehende und somit zusammenhaltende Wirkung der Schwerkraft der Dunklen Materie würden Galaxien wie die Milchstraße auseinandergerissen, während sie rotieren. Um dies zu verhindern, müssen 85 Prozent der Masse des Universums als Dunkle Materie existieren. Dennoch bleibt deren wahre Natur ein Geheimnis.

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