IBM testet neues Konzept für Künstliche Intelligenz


Bild: TR
Ein eng am menschlichen Gehirn angelehntes Konzept soll Maschinen besser lernen lassen. Es stammt vom Palm-Gründer Jeff Hawkins – und weckt nach vielen Jahren jetzt auch das Interesse einer IT-Branchengröße.


Von Tom Simonite|Technology Review

Jeff Hawkins ist der Gründer des Mobilcomputer-Pioniers Palm. Seit nunmehr gut einem Jahrzehnt widmet er seine Zeit und sein Vermögen einer Theorie, die eine Erklärung für die Funktionsweise des menschlichen Gehirns und damit die Vorlage für eine mächtige neue Art von Software für Künstliche Intelligenz liefern soll. Bislang allerdings hat Hawkins neues Unternehmen Numenta in der Tech-Industrie wenig bewegt – obwohl Maschinenlernen für Unternehmen wie Google längst ein zentrales Thema geworden ist.

Jetzt aber zeigt endlich ein Technologieriese Interesse an dem Konzept: IBM hat in seinem Labor in San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien eine Forschungsgruppe eingerichtet, die mit den Lernalgorithmen von Numenta arbeiten soll. Sie werden hier für Aufgaben wie die Interpretation von Satellitenbildern getestet, außerdem entwickelt die Gruppe spezielle Computer, die Hawkins’ Ideen in Hardware umsetzen sollen. Laut Hawkins arbeiten etwa 100 Personen an dem Projekt, das intern als Cortical Learning Center bezeichnet wird.

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