Oma Marie, Sünde und christliche Bigotterie


Bild: bpb.de
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Zu den Folgen des Kirchenaustritts einer Großmutter wegen angeblich homosexuellenfeindlichen Äußerungen eines Pastors nimmt idea-Redakteur Christian Starke Stellung


kath.net

Welch ein Getöse um den Kirchenaustritt einer verärgerten 84-Jährigen! Bild, Stern, Spiegel und zahlreiche andere Medien machen den Fall publik. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister reagiert mit einem Offenen Brief an die Frau. Eine Kirchengemeinde bietet ihrer Familie seelsorgerliche Begleitung an. Da fragt man sich: Wo bleibt denn der Aufschrei in Kirche und Medien über die vielen – wahrscheinlich Tausenden –, die in den vergangenen Jahren wegen der Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften und dem Ja zu schwulen oder lesbischen Partnerschaften im Pfarrhaus aus der Kirche ausgetreten sind? Dazu hört man von Kirchenleitern keine Worte des Bedauerns. Hier wird offenbar mit zweierlei Maß gemessen. Kirchenobere erwecken den Eindruck, als seien Christen, die so denken wie Pastor Cochlovius, Vertreter einer kleinen exotischen Minderheit. Es mag sein, dass die meisten Pastoren in der hannoverschen Landeskirche die Haltung ihres Landesbischofs teilen. Aber ist sie das Maß aller Dinge? Die große Mehrheit der Christenheit – Katholiken, Orthodoxe und Evangelikale – betrachtet praktizierte Homosexualität als Sünde. Sie berufen sich dabei auf die Bibel.

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