Wegen Missbrauchs-Vertuschung verurteilter Bischof tritt zurück


missbrauch_katholWegen Missbrauchs-Vertuschung verurteilter Bischof tritt zurück – Robert Finn wurde zu einem Symbol für das Versagen der US-Kirche im Umgang mit dem Missbrauch von Minderjährigen.


Von Thomas Spang|kath.net

Die Opfer sexueller Übergriffe von Priestern im Mittleren Westen der USA haben schon lange auf das Abdanken des umstrittenen Bischofs gewartet. Genauer gesagt vier Jahre, seit sie zusammen mit Katholiken des Bistums Kansas City-Saint Joseph in einer Petition öffentlich den Rücktritt von Robert Finn verlangten. Im Mai 2011 hatten die Behörden den Priester Shawn Ratigan festgenommen, auf dessen Computer sich Kinderpornografie fand, die dieser zum Teil selber produziert hatte.

Robert Finn, seit 2005 Bistumsleiter, und andere Verantwortliche in der Diözese kehrten Hinweise auf das kriminelle Treiben des Priesters fünf Monate lang unter den Teppich – obwohl sie aufgrund einer Welle kostspieliger Missbrauchsprozesse gegen das Bistum sensibilisiert sein mussten. 2008 versuchte Bischof Finn das Thema mit einer zehn Millionen Dollar schweren Einigung mit 47 Klägern aus der Welt zu schaffen.

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