Armenien-Gedenken: Türkische Vereine von Erdogan domestiziert


Bild: Wikimedia Commons/JesterWr
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Türkische Vereine in Deutschland lehnen das Wort „Völkermord“ zur Bezeichnung der Verbrechen an den Armeniern vor 100 Jahren im osmanischen Reich weiter vehement ab.


evangelisch.de

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch in Berlin kritisierten die Türkische Gemeinde Berlin sowie die Vereine „Dialog für Frieden“ und „Gedankengut Atatürks“ den Antrag der Koalitionsfraktionen, der erstmals ausdrücklich den Begriff „Völkermord“ enthält und am Freitag voraussichtlich vom Plenum verabschiedet wird. Die Vereine wehren sich dagegen, weil sie den Begriff für historisch nicht belegt halten.

Die Politik sei für geschichtliche Wahrheitsfindung nicht geeignet, sagte Bekir Yilmaz von der Türkischen Gemeinde Berlin. 80 Prozent der Türkischstämmigen in Deutschland lehnten den Begriff „Völkermord“ ab.Yilmaz warf Bundestag, Bundesregierung und Bundespräsident Joachim Gauck Anmaßung vor, sollten sie den Begriff verwenden. Sie gefährdeten die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei.

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