Erstes Exoplaneten-Spektrum ohne Transit


Künstlerische Darstellung von 51 Pegasi b und seinem Stern © ESO/ M. Kornmesser/ Nick Risinger/ skysurvey.org
Information aus Sternenlicht: Astronomen haben erstmals das Spektrum eines Exoplaneten aus dessen reflektiertem Licht gemessen. Dank einer neuen Technik lassen sich so auch ohne den Transit des Planeten vor dem Zentralstern viele Informationen über das Planetensystem gewinnen. Mit zukünftigen, noch leistungsfähigeren Instrumenten sollen noch genauere Untersuchungen von zahlreichen weiteren Exoplaneten ermöglichen, schreiben die Forscher im Magazin „Astronomy & Astrophysics“.


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Der Exoplanet 51 Pegasi b nimmt eine Sonderstellung unter den Planeten außerhalb unseres Sonnensystems ein: Der etwa 50 Lichtjahre entfernte Planet im Sternbild Pegasus war der erste gefundene Exoplanet, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist. Seit dieser Entdeckung im Jahr 1995 ist die Zahl der bekannten Exoplaneten auf fast 2.000 gestiegen, und sie verteilt sich auf rund 1.200 verschiedene Planetensysteme – Planeten jenseits unseres Sonnensystems scheinen geradezu alltäglich.

Kein Transit erforderlich

Die Arbeit des Teams um Jorge Martins von der Universität Porto macht 51 Pegasi b jedoch nun erneut zu etwas Besonderem: Mit dem Exoplanetenjäger-Instrument HARPS am La Silla-Observatorium der ESO in Chile haben die Astronomen zum ersten Mal das von einem Exoplaneten reflektierte Lichtspektrum im sichtbaren Licht gemessen.

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