„Geld an Goebbels Erben zahlen? Im Leben nicht“


Foto: pa/Keystone
Für Zitate aus den Tagebüchern von Goebbels fordert seine Nachlassverwalterin Geld für dessen Erben. Der Verlag weigert sich, an Nachfahren eines NS-Verbrechers zu zahlen. Nun entscheidet ein Gericht.


DIE WELT

Der Streit um Tantiemen aus einer Biografie über NS-Propagandaminister Joseph Goebbels geht juristisch in die nächste Runde und wird ab diesem Donnerstag vor dem Münchner Oberlandesgericht verhandelt.

Buchautoren erhalten Geld vom Verlag, je nachdem, wie gut sich das Werk verkauft. Doch im Fall von Joseph Goebbels ist das ein bisschen komplizierter.

Der hatte in seinen Tagebüchern Einblick in das Innenleben des NS-Regimes gewährt. Als die Verlagsgruppe Random House die Goebbels-Biografie des Historikers Peter Longerich herausbrachte, die Zitate aus den Tagebüchern des Propagandaministers enthält, forderte seine Nachlassverwalterin Cordula Schacht Tantiemen für die Familie des NS-Verbrechers.

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