Kreationistische Pseudowissenschaft mit Frühlingsgefühlen


Gerade angesichts der aufblühenden Natur im Frühling fragen sich viele: Dankt man nun Gott für seine Schöpfung, oder der Evolution für ihren grandios-schöpferischen Zufall? Foto: Kristine Deppe (flickr) | CC BY-ND 3.0
Gerade jetzt im Frühling bleibt dem Betrachter der zurückkehrenden Tiere und der üppig aufblühenden Pflanzen oft nur stummes Bewundern. Aber wen oder was bewundern wir da eigentlich? Den Zufall der Evolution oder das Geschenk eines planenden Schöpfers?


pro Medienmagazin

Ein Meer von Schmetterlingen bedeckt einen ganzen Wald in Mexiko. Kein Blatt ist mehr zu sehen, überall nur das leuchtende Orange von Millionen von Monarchfaltern. Jedes Jahr fliegen sie eine Strecke von 4.000 Kilometern von Nordamerika nach Mexiko, um dort zu überwintern. Der Dokumentarfilm „Metamorphose“ aus dem Jahr 2012 berichtet in faszinierenden Bildern von den Schmetterlingen, die den Biologen Rätsel aufgeben – und den Laien staunen lassen. Keiner der Monarchfalter ist die Strecke jemals zuvor geflogen, und doch findet jede Generation jedes Jahr wieder den Weg zu genau jenem Berghang in genau jenem Wald, den ihre Vorfahren vor Urzeiten für das Winterquartier auserkoren haben. Schmetterlinge bieten noch mehr Verwunderliches. Jede einzelne der 20.000 Arten hat ein anderes Farbmuster, und jede hat anders geformte Flügel. „Selbst wenn ich der größte Künstler der Welt wäre, könnte ich mir nicht all diese Muster ausdenken“, bekennt ein Biologe sein Erstaunen über diese Wesen. Noch faszinierender wird es, wenn man sich die Verwandlung einer Raupe zum Schmetterling ansieht: Es gibt zwei verschiedene Baupläne für zwei Arten von Lebewesen, und doch entsteht das eine aus dem anderen. Vergleichbar ist dies mit einem Auto, das sich zunächst selbst eine Garage baut und sich darin in ein Flugzeug verwandelt.

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