Menschenversuche in Guatemala: Opfer klagen in den USA


Archivbild: John-Hopkins-Universität in den USA. / Bild: (c) Via Bloomberg News
Einige amerikanische Institutionen werden beschuldigt, mehr als 1500 Menschen ohne deren Einwilligung zu Forschungszwecken mit Geschlechtskrankheiten infiziert zu haben.


Die Presse

774 Opfer haben gegen mehrere amerikanische Institutionen wie die John-Hopkins-Universität und die Rockefeller-Stiftung in den USA wegen der Beteiligung an Menschenversuchen vor mehr als 50 Jahren in Guatemala Klage eingereicht. Das berichtete diese Woche die auf Lateinamerika spezialisierte Internet-Plattform „amerika21.de“.

Sie werden beschuldigt, in einem US-Regierungsprogramm zur Erforschung der Übertragung von Geschlechtskrankheiten von 1945 bis 1956 mindestens 1500 Menschen absichtlich und ohne deren Einwilligung mit Geschlechtskrankheiten infiziert zu haben. Unter den Opfern waren Sexarbeiterinnen, Gefangene, Soldaten, Waisenkinder und Patienten von psychiatrischen Krankenhäusern.

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