Post aus Japan: Nippons sympathische Mondmission


(Tomruen / Wikipedia / cc-by-sa-4.0)
Es könnte eng in der Umlaufbahn um den Erdtrabanten werden. Immer mehr Nationen planen Mondmissionen – und die Jaxa ist ganz vorne mit dabei. Und das ist auch gut so.


Von Martin Kölling|Technology Review

Japans Weltraumbehörde Jaxa hat diese Woche das größte Hindernis für eine Eroberung des Mondes in Angriff genommen: das Loseisen staatlicher Gelder. Am Montag stellten die Weltraumfahrer der ostasiatischen Nation beim Erziehungs- und Wissenschaftsministerium ihr Projekt vor, um das Jahr 2018 herum eine unbemannte kleine Forschungsstation auf den Erdtrabanten zu schicken. Sie gilt als wichtige Etappe für eine bemannte Reise, von der nicht nur die Jaxa träumt.

Die Jaxa kann nun nur hoffen, dass die Schatzmeister der Nation die Finanzierung des Projekts ab 2016 in den Staatshaushalt aufnehmen. Denn sollte das nicht passieren, könnten die Japaner beim Wettlauf um den Mond empfindlich hinter andere Rivalen wie China, Russland, die USA, Europa und nun sogar Indien und Südkorea zurückfallen. Das wäre extrem schade – für die Japaner, aber auch für alle, die sich für den Fortschritt der Menschheit interessieren und nicht nationale Großmannssucht.

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