„Zeugen Jehovas zerstören Menschenleben“


wachtturm„Ich bin der Ansicht, dass du ein Anrecht darauf hast, zu wissen, wie der Redaktionsalltag der ‚Paradies GmbH‘ so aussieht. Das sind die Menschen, auf deren Führung du während des Weltuntergangs vertrauen sollst. […] Menschen, die behaupten, in Gottes Auftrag zu handeln. Menschen, die […] behaupten, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben […] Menschen, die keine Widerrede dulden und jeden Widerspruch mit sozialer Isolation bestrafen. Menschen, die Menschen sterben lassen, weil sie Prinzipien reiten.“ (Misha Anouk, ehemaliger „Zeuge Jehovas“ und Buchautor)


Von Dr. Sandra Maxeiner|The Huffington Post

Heute spreche ich mit einer der interessantesten Frauen, die ich bislang interviewen durfte: Mit der 61-jährigen Margit Ricarda Rolf. Couragiert und beherzt setzt sie sich für ein „Leben ohne Angst“ ein. Sie kämpft als Gründerin und Leiterin der Mobbingzentrale für Mobbingopfer und Aussteiger und engagiert sich außerdem für Menschen, die die Zeugen Jehovas – jene umstrittene Glaubensgemeinschaft, die Misha Anouk in seinem Buch als „Paradies GmbH“ bezeichnet – verlassen wollen.

Sie setzt sich ein für Menschen, die sich von den Zeugen belästigt fühlen oder für solche, die Gefahr laufen in deren Fänge zu geraten. Ricarda, die selbst 15 Jahre lang Zeugin Jehovas war, möchte, dass Menschen verstehen, dass dies keine harmlose Religionsgemeinschaft ist, sondern eine destruktive Sekte, die Familien und Menschenleben zerstört. Man spürt in jedem ihrer Worte, dass es ihr ein Herzensanliegen ist.

Erst jetzt, nachdem ich das Buch „Goodbye Jehova!“ von Misha Anouk gelesen habe, ahne ich, warum es Ricarda so wichtig ist, dass Menschen ohne Angst leben können – tut die „Glaubensgemeinschaft“ doch wirklich alles, damit das nicht möglich ist: Ihre „Jünger“ leben ständig mit einem „Schleier der Sorge, der Angst, der Verantwortung, der sich über alles legt.“

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