Genozid-Vorwurf: Wieso die Türkei nur gegen kleine Gegner zuschlägt


erdogan-sultanAus mehreren Ländern hat die Türkei ihre Botschafter abgezogen, weil die von Völkermord an den Armeniern sprachen. Gegenüber großen Handelspartnern wie Deutschland übt Ankara aber Zurückhaltung.


Von Boris Kálnoky|DIE WELT

Die türkische Regierung brodelt. Und das schon seit Längerem. Immer öfter zieht sie ihre Botschafter aus anderen Ländern ab, denn Ankara ist unzufrieden. Gegenwärtig gibt es in sieben Ländern keinen türkischen Botschafter. Aus Israel zog die Türkei ihren Gesandten bereits 2010 ab, nachdem das Land gewaltsam gegen militante türkische Aktivisten vorgegangen war, die die Gaza-Blockade durchbrechen wollten. Dabei waren neun Türken getötet worden.

Aus Österreich und aus dem Vatikanstaat zog Ankara seine Botschafter ab, weil sie von einem „Genozid an den Armeniern“ gesprochen hatten – ein Begriff, den die Türkei vehement ablehnt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gab dazu die wohl verbindliche Parole aus: „Unsere Vorfahren haben keinen Völkermord begangen.“ Aus dieser Formulierung klingt zwischen den Worten heraus, dass ein Eingeständnis die „Ehre“ der heutigen Türken beschmutzen würde.

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2 Comments

  1. Es ist doch längst erwiesen und vom Osmanischen Großwesir Erdogan bestätigt, die 1,5 Millionen Armenier haben damals alle Selbstmord begangen aus Trauer weil sie schlecht Türkisch sprechen als die schönste und allerbeste Sprache aller Völker und Kulturen dieser Welt.

    Ich bin dafür Urlaubsreisen in die Türkei mit einer 25% Sondersteuer zu belegen, aus dem Fond werden dann all die Urlauber entschädigt, die nachweislich betrogen, bestohlen, von der örtlichen Mafia schamlos ausgenommen oder mit Gammelfraß vergiftet wurden – also mindestens 66%

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