Ägyptologe Assmann warnt vor Abwertung des Alten Testaments


Bild. EKD.de
Evangelische Theologen streiten um den ersten Teil der Bibel: Gehört das Alte Testament zum biblischen Kanon oder nicht? Jetzt meldet sich der bekannte Religionswissenschaftler Jan Assmann zu Wort. Er warnt vor einer Abwertung des Alten Testaments.


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Der Berliner Theologieprofessor Notgar Slenczka bekommt Gegenwind: Seine Überlegung, das Alte Testament nicht mehr dem biblischen Kanon zuzurechnen, findet immer mehr Kritiker. Nun warnt auch der bekannte deutsche Ägyptologe Jan Assmann vor einer Abwertung des ersten Teiles der Bibel. „Mit dem Verlust des Alten Testaments verlieren die Christen nahezu alles“, sagte der Religionswissenschaftler in einem Interview mit der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“. Eine Kirche, die sich vom Alten Testament verabschiede, laufe Gefahr, zur Sekte zu werden.

Assmann, der vor kurzem ein Buch über den „Exodus“ veröffentlicht hat, reagierte auf den Berliner Theologieprofessor Notger Slenczka, der in einem wissenschaftlichen Aufsatz die Zugehörigkeit des Alten Testamentes zum biblischen Kanon infrage gestellt hatte.

Assmann betonte hingegen: Ohne das Alte Testament sei das Neue Testament nicht zu verstehen. „Das Alte Testament wird im Neuen ständig zitiert.“ An Slenczka gewandt sagte der emeritierte Professor: „Für mein Verständnis steht das Neue Testament auf den Schultern des Alten Testaments, und ich würde mich hüten, die Basis zu schwächen, die mich trägt.“

2 Comments

  1. Als studierter Ägyptologe sollte er die überwiegend Akkadischen 384 Texte der Amarna Bibliothek des Pharao Echnaton (1351-1334 v.C.) kennen. Darin existieren weder Hebräer noch deren Reich, keine Hebräische Schrift und Sprache und schon gar kein Israel. Keines der vielen Reiche der Zeit hat in Tausenden Texten ein Rech der Hebräer erwähnt oder mit ihm Handel getrieben, Palöstina war bis 600 v.C. ein Teil von Ägypten. Das AT sind reine Phantasien oder aus 2.000 Jahre älteren Mythen der Sumerer abgeschrieben, vergleichbar mit Grimms Märchen

    Pharao Ramses III kämpft 1177 v.C. gegen die Seevölker (Meshwesh). Die Amarna Texte in Akkadisch erwähnen Seevölker wie Shardana, Danuna und Lukka. Viele der Texte sind Klagen an den Pharao wegen der Raubzüge der Hapiru (Hebräer) wie vom König Akizzi (EA52-56) aus Qatna, König Rib-Hadda (EA68-92, 103-138) aus Gubla, König Abdi-Hebat (EA285-290) aus Jerusalem (Ur-u-salem), König Widia (EA320-326) aus Askalon, König Pu-Ba-Lu (EA314-316) aus Jursa, König Tagi, Milkulu, Addu-Dani und Lapahi (EA264-271, 292-300) aus Gezer, König Suwardata (EA277-284) aus Qiltu, König Biridija (EA242-247, 365) aus Megiddo, König Zatatna und Zurata (EA232-235) aus Akko, König Abu-Milku (EA146-155) aus Tyros, König Zimrida (EA144) aus Sidon, König Ammunira (EA141-143) aus Berutia (Beirut), König Birjawaza (EA194-197) aus Damaskus, König Aziru (EA156-168) aus Amurru usw. Beschwerden in Cunei-Keilschrift mit den Königen Zimredda (EA329), Jabni-ilu (EA328) und Sipitba’lu (EA330-332) belegen Lachish als großen Ort in Judäa mit ca. 2.500 Einwohnern im Gegensatz zum winzigen Jerusalem.

    Die ersten Hebräer (Hapiru) in Canaan als Teil Ägyptens sind nomadische Räuberhaufen einstiger Seevölker wie Hyksos, Meshwesh, Lebu, Sherden, Lukka, Sardonier oder Shardana, Danuna mit eben so vielen Sprachen. Zuletzt werden die Shardana (Sherden) 1100 v.C. im Onomasticon von Amenemope als Seevolk erwähnt . Der Papyrus Harris in Hieratisch beschreibt auf 1.500 Zeilen bei 41 m Länge die Ansiedlung der Seevölker durch den Pharao im Nord-Osten Ägyptens in Canaan als Puffer zu Assyrien. Berichte vom Exodus und Königreichen Davids und Salomons sind Phantasien einzig im Tanach existent.

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    1. Nachtrag
      Die realen Reiche und Vasallen-Könige Palästina sind in der der Bibel teilweise nur dem Namen nach existent, ansonsten regiert die Phantasie. Längst vertorbenen Könige haben immer noich Söhne, die Belagerer winziger Nester ohne Befestigungsanlage haben 180.000 Pesttote, einige wenige Clans nomadisierender Ziegenhirten zahlen über 40 Millionen € an Tribubt in Hunderten Kilos Gold und Silber. Für einen streng gläubigen Theologen ist die Realität erlogen – basta

      Selbst die Geschichte des „gestiefelten Katers“ ist im Vergleich viel realer als die absolute ewige Wahrheit der Bibel, die der Heilige Geist persönlich diktierte nachdem er erst 500 Jahre später erfunden wurde

      Die hebräischen Königreiche im Tanach sind paranoider Wahn, die realen Könige sind Vasallen Ägyptens. Der Pharao Schischack (946-925 v.C.) bekriegt König Rehabeam (926-910 v.C) von Jerusalem. Auf König Rehabeam folgt biblisch Nadab, Baasha, Elah, Zimri, Omrih, Ahab, Abaziah und Jehoram. König Salmanassar III von Assyrien (858-824 v.C.) kämpft 853 v.C in Karkar am Orontes gegen König Ahab (873–852 v.C.) von Megiddo und gegen Ben-Hadad II von Syrien, biblisch war alles das Reich König Salomons. König Ahab fällt in dem Krieg. Die per Stele bezeugte Eroberung König Shalmaneser III 841 v.C. existiert in der Bibel nicht. Die diversen Könige Judäas als Vasallen des Pharao wechseln per Mord wie Jehu, Jehoahaz, Joash, Jerobeam II, Zechariah, Shallum, Menahem, Pekahiah, Pekah und Hosheas, mancher regiert nicht einmal 3 Monate.

      Das Königreich Assyrien existiert 1.000 Jahre lang bis 609 v.C. und hat akkadische, hurritische und hethitische Wurzeln. König Tiglatpileser I (1114-1076 v.C.) führt Eisenwaffen ein, nutzt viel Sklavenarbeit und expandiert bis ans Mittelmeer. König Tiglatpileser III (Tukulti-apil-Ešarra 745-727 v.C) ist biblisch der Sohn von Adadnirari III, nur ist der schon 38 Jahre tot. Er putscht sich an die Macht und plündert Länder wie Palästina und den Jemen. Nach einer Stele erhält er für die Unterstützung im syrisch ephraimitischen Krieg (2.Könige 16:7) als Tribut 1.000 Zentner Silber vom König Menahem von Samaria (752-742 v.C.) und König Ahas von Judäa (735–715 v.C.), was rund 40 Mill. € entspricht, erwirtschaftet von nomadisierenden Ziegenhirten. König Salmanassar V (727-722 v.C.) erobert 722 v.C. Samaria unter König Hoscheas. Danach besetzt König Sargon II, (722–755 v.C.) ganz Palästina, Althebräisch als Sprache in Canaan wird durch Aramäisch ersetzt.

      König Hiskia von Judäa (727–698 v.C.) als Sohn Ahas wagt 704 v.C. mit dem syrischen Fürsten den Aufstand gegen die Assyrer. Sin-ahhe-eriba (745-681 v.C.) (biblisch Sanherib) unterdrückt 703 v.C. einen weiteren Aufstand der Babylonier, erobert 701 v.C Judäa und erpresst von 250 Einwohnern Jerusalems ein Lösegeld von 45 Mill. € in Form von 30 Talenten Gold (810 kg) und 800 Talenten Silber (21.600 kg).. Die Männer werden versklavt, Teile des Gebietes werden Askalon, Ekron und Gaza zugeschlagen. Die Assyrer haben bei der Belagerung von dem Dorf Jerusalems mit etwa 250 Einwohnern um 700 v.C. biblisch 185.000 Pesttote, absurder geht nicht.

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