Gesche Joost für mehr Religions-Spam im Internet


Gesche Joost, Bild: tagesschau.de
Zu den berufenen Mitgliedern der neuen EKD-Synode, die sich am 1. Mai in Würzburg konstituiert, gehört Gesche Joost. Sie ist Design-Professorin und Internetbotschafterin der Bundesregierung. Ihre Botschaft an die evangelische Kirche: Sie solle neue Technik und Internet für ihre eigenen Themen nutzen – zum Beispiel, wenn es um Inklusion geht.


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Wie kommt es eigentlich, dass Sie EKD-Synodale werden? Und freuen Sie sich auf diese Aufgabe? 

Gesche Joost: Ja, ich bin sehr gespannt! Ich wurde zur Mitarbeit eingeladen. Das hing mit meinem Vortrag auf der letzten Synode (in Dresden 2014) zusammen, bei dem das Thema „vernetzte Kommunikation/digitales Zeitalter“ im Zentrum stand. Dieses Thema stellt uns als Gesellschaft vor ganz neue Herausforderungen. Mich interessiert, welche Wertediskussionen durch die Digitalisierung angestoßen werden, wie man Teilhabe fördern und Gemeinschaften unterstützen kann und wie wir zu einer inklusiven Gesellschaft werden. Das ist wohl der Hintergrund, warum ich eingeladen wurde, in der Synode mitzudiskutieren.

Ihre beruflichen Themenfelder sind Design, Internet, Mensch-Maschine-Interaktion. Braucht die Evangelische Kirche in Deutschland jemanden wie Sie?

Joost: Die Themen sind sicherlich wichtig. Denn im Netz findet man auch andere Formen, wie man Gemeinschaft gestaltet, wie man zusammenfindet, auch wie man sich engagiert und diskutiert. Und das sind wichtige Impulse, die für eine fortwährende Weiterentwicklung der kirchlichen Gemeinschaft gebraucht werden. Und andererseits werfen auch viele Technologiethemen wichtige ethische Fragen auf, die im Rahmen der Synode diskutiert werden sollten. Ich bin ja auf der einen Seite politisch aktiv, auf der anderen Seite habe ich als Professorin an der Universität viel mit der jungen Generation zu tun. Deren Denkweise mit einzubringen, ist für mich eine interessante Aufgabe.

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