Wie München zur Brutstätte für den Nazi-Terror wurde


Quelle: Stephan Rumpf/SZ Photo
  • Am 1. Mai eröffnet das NS-Dokumentationszentrum in München. Die SZ setzt sich in mehreren Texten mit der schwierigen Vergangenheit der Stadt auseinander und wirft einen ersten Blick in das neue Haus.
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  • Im folgenden Artikel lesen Sie, wie leicht es für Hitler war, die nationalsozialistische Bewegung im München der Zwanzigerjahre zu etablieren.


Von Franziska Brüning|Süddeutsche.de

Wer heute mit Blick auf die Feldherrnhalle bei Sonnenschein einen Kaffee trinkt, denkt in der Regel nicht daran, dass dieser Ort eine zentrale Kultstätte der Nationalsozialisten war. München ist schön, es fällt leicht darüber hinwegzusehen, dass hier Adolf Hitlers politische Karriere begann. Die Stadt selbst hat viele Jahre lang nur ihre guten Seiten betont, die Auseinandersetzung mit ihrer NS-Vergangenheit aber gescheut.

Dabei ist unstrittig: München war die Keimzelle des Nationalsozialismus.

Das Hofbräuhaus war das Stammlokal der Mitglieder der NSDAP, hier verkündete die Partei ihr Programm, hier sind zuerst die nationalsozialistischen Parolen zu hören gewesen, und auf den Straßen testeten die Nazis die Wirkung ihres antisemitischen Terrors. Das Pressehaus des Völkischen Beobachters, der Parteizeitung, stand in der Schellingstraße. Hitlers „Mein Kampf“ wurde in der Nähe des Isartors verlegt. Die Lieblingsstadt des Diktators erhielt nach der Machtübernahme 1933 den Titel „Hauptstadt der Deutschen Kunst“. 1935 ernannte Hitler sie zur „Hauptstadt der Bewegung“. Und bis zum Ende des NS-Staates war die Zentrale der NSDAP in der Maxvorstadt.

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