Zwei rechte Gewalttaten in Ostdeutschland – jeden Tag!


Eine Demonstration von Neonazis © Tim @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten in Ostdeutschland sind im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent gestiegen. Wie unabhängige Opferberatungsstellen mitteilen, wurden mindestens 1.156 Menschen verletzt und massiv bedroht.


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Rechtsextreme Gewalttaten haben 2014 in Ostdeutschland deutlich zugenommen. Nach Zählung der unabhängigen Opferberatungsstellen wurden in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin insgesamt 782 Angriffe registriert, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei wurden mindestens 1.156 Personen verletzt und massiv bedroht, wie die Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt «Reach Out» am Montag mitteilte. In 60 Prozent der erfassten Fälle hätten rassistische Tatmotive eine zentrale Rolle gespielt.

Statistisch gesehen fanden 2014 in Ostdeutschland pro Tag zwei politisch rechts motivierte Gewalttaten statt, wie die Beratungsstellen mitteilten. Häufigstes Gewaltmotiv war den Angaben zufolge mit 457 Fällen Rassismus. Das entspricht einer Steigerung von 30 Prozent. 23 Fälle hatten einen antisemitischen Hintergrund. In sieben Fällen waren die Opfer Journalisten.

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