Oberstes US-Gericht befasst sich mit Giftcocktail bei Hinrichtungen


3c94d-hinrichtung-todesstrafe-todesspritzeDas Oberste US-Gericht hat sich am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mit der Zulässigkeit potenziell schmerzhafter Hinrichtungsmethoden befasst.


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Die neun Richter prüften den Antrag dreier Todeshäftlinge aus dem Bundesstaat Oklahoma auf Verbot der dortigen Hinrichtungsprozedur. Wegen des hohen Risikos für die Todeskandidaten, große Schmerzen zu leiden, sei Oklahomas Methode grausam und verfassungswidrig, hieß es in der Eingabe der drei wegen Mordes verurteilten Männer. Eine Entscheidung wird im Juni erwartet.

Mehrere Richter hätten wenig Geduld gehabt mit diesen Vorhaltungen, berichtete der Justiz-Fachdienst scotusblog.com. Richter Samuel Alito beschwerte sich demnach, Todesstrafengegner führten einen „Guerillakrieg“ gegen die Todesstrafe, indem sie Hinrichtungsmethoden juristisch infrage stellten. Die Vollzugsbehörde von Oklahoma verabreicht drei Chemikalien. Die zuerst gespritzte, das Betäubungsmittel Midazolam, soll den Todeskandidaten in ein tiefes Koma versetzen.